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Top 10 Diese Autos waren neu ein Flop und sind heute Kult

Manche Autos wollte als Neuwagen kein Mensch – einige davon sind heute gerade deshalb bei Sammlern heiß begehrt.

Er ist einer der größten Helden der Rallyegeschichte (drei Mal Weltmeister) – aber im Handel war der Lancia Stratos HF ein Verlierer. Um in der Gruppe 4 starten zu dürfen, mussten die Italiener zunächst 400 Stück an private Kunden verkaufen – aber der Donnerkeil stand wie angeschraubt in den Auslagen. Die letzten Neuwagen in Deutschland sollen um 15.000 D-Mark quasi verschenkt worden sein. Heute wären für einen Stratos bis zu 500.000 Euro zu überweisen.

LANCIA

Der BMW 2002 Turbo mit dem Entwicklungscode E20 mit 170 PS war (noch vor dem Porsche 911 Turbo) das erste in Serie hergestellte deutsche Auto mit Abgasturbolader. Doch krachte der Haudrauf mit Heckspoiler im Herbst 1973 direkt in die erste Ölkrise und wurde postwendend wegen des hohen Benzinverbrauchs an den Pranger gestellt. Ebenso wie der auf Wunsch auf dem Frontspoiler in Spiegelschrift angebrachte Schriftzug "turbo 2002", den die Presse Kriegsbemalung nannte. Nach nur einem Jahr und 1672 Stück traten die Bayern den Rückzug an. Heute liegen 02er Turbos preislich zwischen 80.000 und 110.000 Euro.

BMW

Er sollte Elemente eines Vans, eines Kombis, eines Shooting Brakes, eines Coupés und, ja, sogar eines Cabrios verbinden - kein Wunder, dass der Renault Avantime viele Betrachter 2001 orientierungslos zurückließ. Und dann war da das luftige, zweifarbige Interieur (zweifelhaft verarbeitet, fasste kaum vier Passagiere), das riesige Panorama-Glasschiebedach (meist undicht). Und nicht zuletzt die 1,40 Meter langen und 60 Kilogramm schweren Türen, die, um beim Öffnen Platz zu sparen, einen Tanz auf einem komplexen Mechanismus vollführten (der kaputt ging). 2003 zog Renault die Reißleine: Nur 8545 Stück wurden gebaut - und sind heute bei Sammlern hoch begehrt, die für schöne Avantime bis zu 15.000 Euro hinblättern.

RENAULT

Es sollte das schnellste Fahrzeug mit Straßenzulassung werden. Der Jaguar XJ220 basierte auf Jaguars Le-Mans-Rakete mit 6,2-Liter-V12, die beim 24-Stunden-Rennen 1987 und 1988 als Sieger hervorgegangen war. Und obwohl er rund sieben Millionen Schilling kosten sollte, gingen 1989 innerhalb weniger Tage 1500 Bestellungen ein. So weit, so gut - möchte man meinen. Aber dann ersetzte Jaguar den versprochenen V12 durch einen Sechszylinder, woraufhin das Supersportwagenimage über und die Kunden von Bord gingen und die Aufträge reihenweise stornierten. Mit bis zu 550.000 Euro muss man heute rechnen – also mehr als Neupreis.

JLR

1989 enthüllte VW auf dem Genfer Autosalon eine auf offroad getrimmte Studie namens Golf Montana. Was nicht mehr als eine Fingerübung hätte sein sollen, führte zu reihenweise Blindbestellungen, die bei den Händlern eingingen. Also begann man, über eine Serienfertigung nachzugrübeln – und der VW Golf Country im Oberförsterlook war geboren. Aber haben wollte den Vorläufer der SUV-Bewegung am Ende doch kaum jemand. Nach 7735 Stück war Schluss. Heute muss man für einen Golf Country bis zu 15.000 Euro ausgeben.

VOLKSWAGEN

Als der AMC Pacer 1992 seinen Auftritt im Klamaukstreifen "Wayne's World" hatte, war die Produktion des Dreitürers zwar schon seit zwölf Jahren eingestellt, aber er war mit einem Schlag Kult. Aber als Neuwagen war er den US-Amerikanern dann doch zu skurril: Wegen seines eigenwilligen Aussehens und der großen Glasflächen (37 Prozent der Fahrzeugoberfläche) wurde er auch "rollendes Aquarium" oder "Football auf Rädern" genannt. Der Wagen war so lang wie ein VW Golf IV - seine Breite von 1,96 Metern übertrifft die der aktuellen Mercedes S-Klasse. Heute muss man für einen Pacer mit mehr als 20.000 Euro kalkulieren.

KK

Heute ist der den "Blower" der berühmteste Bentley überhaupt – als er neu war, musste man den Kunden für das 4,5-Liter-Modell mit vorgespanntem Roots-Kompressor förmlich nachlaufen. Denn für die Zulassung beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mussten die Briten von ihrem technischen wie finanziellen Desaster auf vier Rädern 50 Stück an den Mann bringen. Das gestaltete sich schwieriger, als 1930 das Rennen zu gewinnen. Kein Wunder, bei einem Verbrauch von 100 Liter Sprit auf 100 Kilometern bei Tempo 100. Heute muss man für einen „Blower“ zwei bis fünf Millionen Euro auf den Tisch legen.

BENTLEY

Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass der Audi A2 bei seiner Premiere 1999 revolutionär war: Ein nicht einmal vier Meter langer Minivan mit einem Luftwiderstand von gerade einmal 0,28, mehr als 400 Litern Kofferraum, Platz für vier Erwachsene und nur knapp 900 Kilogramm Leergewicht. Und als Diesel ein 3-Liter-Auto. Aber damals dachte kein Mensch ans Spritsparen: Audi legte bei jedem Exemplar drauf - nach nur fünf Jahren und 176.377 Stück war Schluss. Heute werden für schöne Exemplare bis zu 10.000 Euro aufgerufen.

AUDI

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg hatte Rolls-Royce das Design für ein neues Modell außer Haus gegeben – und schon ging alles schief. Pininfarina stellte mit dem Oberklassecoupé Camargue 1975 einen Entwurf auf die Räder, der den Lords die Kinnlade herunterfallen ließ. Und dann war da noch der Preis von mehr als 3 Millionen Schilling. 531 Exemplare in elf Jahren Bauzeit sprechen sogar im automobilen Oberhaus Bände. 60.000 bis 80.000 Euro werden heute für einen Camargue verlangt.

ROLLS-ROYCE

Das Design stammte von Ercole Spada, damals Chefstylist bei Zagato, unter der Karosserie steckte die Technik der allseits beliebten Giulia – und dennoch brachte Alfa von 1969 bis 1975 gerade einmal 1510 Stück des Junior Zagato an die Kunden. Das Blechkleid war optisch seiner Zeit voraus – und um den Preis bekam man schon einen Porsche 914 mit 2-Liter-Boxermotor, während man im keilförmigen Italiener mit einem 1300er-Vierzylinder eher die Haare föhnte. Dennoch werden heute 50.000 bis 70.000 Euro für den Alfa fällig.

ALFA ROMEO
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Kommentare (2)
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satiricus
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Lancia Stratos

In den 1970ern war ich in Salzburg-Stadt zu Fuß unterwegs, an einer roten Verkehrsampel bleibt ein giftgrüner(!) Stratos stehen, Seitenscheibe herunten und wer sitzt drin: der Herbert von Karajan.
Das war der einzige Straßen-Stratos, den ich gesehen habe.
Als Zuschauer bei Rallyes und vor allem beim Rallycross sah ich sie aus nächster Nähe, zB auf der Rennbahn in St.Veit (Franz Wurz und Andi Bentza waren damals sehr erfolgreich)

Mezgolits
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Der BMW 2002 Turbo Baujahr 1973

Vielen Dank - ich meine: Für mich, war der weiße BMW 2002, Baujahr 1972, von
einem Kollegen von mir, ein sehr schönes, 2-türiges, unwirtschaftliches Auto,
aber der 2002 Turbo, noch mehr = noch mehr übermotorisiert, Benzinmotor,
Heckantrieb und noch teurer und statt einen wirtschaftlicheren Motor ein-
zubauen = 1,6 D - haben sie die Produktion eingestellt. Erfinder,, Stefan M.
+ Ich wünsche Frohe Weihnachten und Alles Gute für das Neue Jahr 2021.