KultkistenDer Talbot Tagora war ,,Lost in Translation''

Von England über die USA nach Frankreich: Irgendwo auf seiner Reise ist der Talbot Tagora falsch abgebogen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Jet Set. So hatten sich das die Marketingleute damals vorgestellt - angekommen ist der Talbot Tagora dort allerdings nie © KK
 

Zusammenfassend kann man sagen, der Talbot Tagora war quasi so etwas wie ein multilaterales Missverständnis. Und das kam so: Die altehrwürdige Marke Talbot war in einem Konglomerat anderer geschichtsträchtiger Namen in den Besitz des europäischen Ablegers der US-amerikanischen Firma Chrysler übergegangen.

Und weil man schließlich etwas damit anstellen musste, ließ man in der britischen Zentrale 1977 eine Limousine der oberen Mittelklasse entwickeln, die die Worthülse mit neuem Leben füllen sollte. Doch dann schlug der französische PSA-Konzern zu, schluckte Chrysler Europa mit Haut und Haaren inklusive serienreifen Tagoras.

KK
Von Anfang an in Schieflage: Der ungeliebte Talbot Tagora hielt sich nur drei Jahre auf dem Markt © KK

Und weil man schließlich auch damit etwas damit anstellen musste, jubelten sie dem Findelkind um Kosten zu sparen noch möglichst viele konzerneigene Teile wie Achsen und Getriebe unter.

Dann warfen die Franzosen den streng gezeichneten Wagen 1980 zwischen dem eleganten Peugeot 505 und dem futuristischen Citroën CX auf den Markt. Wo der gesichtslose Tagora gnadenlos aufgerieben und nach weniger als 20.000 Stück und drei Jahren im Verkauf 1983 ersatzlos eingestellt wurde.

Kommentare (1)
violet
1
6
Lesenswert?

origineller wagen...

😀