KultkistenDie Corvette C2 und der Steg des Anstoßes

Die Geschichte der Corvette C2 "Split Window". Und warum es völlig egal ist, ob man aus diesem Auto nach hinten etwas raussieht.

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Das geteilte Heckfenster gab der 1963er Corvette den Beinamen "Split Window" © CHEVROLET
 

In der Chefetage von General Motors fliegen die Fetzen. Im Ring stehen Chefingenieur Zora Arkus-Duntov und Designer William "Bill" Mitchell. Und der Fehdehandschuh flog wegen des geteilten Heckfensters der neuen Corvette-Generation C2 für das Modelljahr 1963.

Die erste Runde geht an Mitchell: Als die "Sting Ray" (Stachelrochen) auf den Markt kommt, trägt sie den Steg in der Heckscheibe. Doch Duntov siegt nach Punkten. Man sieht so schlecht nach hinten, dass sogar der Designer fordert: "Das verdammte Ding kommt weg!" Trotz schlechter Übersicht schlägt die C2 ein wie eine Bombe.

Chefingenieur Zora Arkus-Duntov und seine C2 Foto © CHEVROLET

Warum, ist schnell erklärt: Da wäre einmal die exotische Form der Kunststoff-Karosserie, zu deren fischähnlicher Form Mitchell ein Ausflug zum Hochseeangeln inspirierte. Hinten kam erstmals eine Einzelradaufhängung zum Einsatz, unter der Haube der legendäre 5,4-Liter-V8, den Fans wegen seines geringen Gewichts und kompakter Abmessungen liebevoll "Mouse Motor" nannten.

Ab 1964 ist das geteilte Heckfenster Vergangenheit und die "Split Window" eine Ikone der 60-jährigen Corvette-Geschichte.

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