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KultkistenVon der Promenadenmischung zum Postmodernismus

Mit dem Nissan Pao war man schon ab Werk von gestern. Und das gerne.

Der Pao lief von 1989 bis 1991 vom Band © NISSAN
 

Es gab eine Zeit, da suchte Nissan auf dem Retrotrip seinen Weg in die Zukunft. Wir schreiben die späten 1980er-Jahre und japanische Elektronikgadgets sind die heißesten Teile unter der Sonne. Genauso ein „Will haben“-Image möchte Nissan seinen Autos auch verpassen und blättert für seine vier „Pike Cars“ in den Geschichtsbüchern.

Und so geriet der Pao zu einer kunterbunten Zitatensammlung der Kleinwagenprominenz vergangener Jahrzehnte: Da wären etwa die außen liegenden Türscharniere des ersten Austin Mini, der Wellblechlook und die Klappfenster des Citroën 2CV, die geteilte Heckklappe des Austin A40 Countryman.

Die geteilte Heckklappe zitiert den Austin A40 Countryman Foto © NISSAN

Das alles vermengt mit einem ordentlichen Schuss Kindchenschema sowie der Technik des damaligen Nissan Micra - und schon kürte Designkritiker Phil Patton den 3,7 Meter kurzen Stadtfloh in der „New York Times“ zum „Höhepunkt des Postmodernismus“. Innerhalb von nur drei Monaten war die geplante Produktion des Pao von 10.000 Stück vergriffen. Ausschließlich zu haben in einer von vier außergewöhnlichen Farben: Terracotta, Elfenbein, Olivgrau und Wasserblau.

Verkauft wurde der Pao wie auch seine Retrogeschwister offiziell nur in Japan, aber in zweiter Hand arbeitete sich die fröhliche Promenadenmischung in alle Erdteile vor. Im Pao war man gerne von gestern.

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