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Autojahr 2018 Jahresrückblick

Zum Jahreswechsel werfen wir wieder einen Blick in den Rückspiegel. Hier lesen Sie, wie die Autobranche heuer taumelte, wer aufzeigte oder für Gesprächsstoff sorgte.

Mann des Jahres. In China ist er schon lange eine Größe. Doch seit heuer kennt ihn die ganze Welt. Am 23. Februar erwarb Li Shufu für 7,5 Milliarden Euro 9,69 Prozent von Daimler und machte sich damit zum größten Einzelaktionär der Luxusmarke. Der 55-jährige Milliardär, der mit Geely den größten privaten Autokonzern in China besitzt und zudem die Marken Volvo, Lotus, Proton, London Taxi sowie Lynk & Co im Portfolio hat, will 2019 zum globalen Feldzug antreten und mittelfristig zu den zehn größten Produzenten der Welt aufsteigen.

AP (Wu Wei)

Häftling des Jahres. Er ist die tragische Figur des Jahres: Audi-Boss Rupert Stadler ist der erste Unternehmenschef in der deutschen Autoindustrie, der im Amt inhaftiert wurde. Der Bayer saß vier Monate in U-Haft, ihm droht Anklage.

APA/AFP/CHRISTOF STACHE (CHRISTOF STACHE)

Einsteigerin des Jahres. Smart wird rein elektrisch und stellt auch eine neue Chefin vor: Katrin Adt (46) leitet seit Herbst die Mercedes-Tochter. Vorgängerin Annette Winkler wird Aufsichtsrätin von Mercedes Südafrika.

DAIMLER

Aufsteiger des Jahres. Dass Chefentwickler Ola Källenius (49) noch heuer die Kernmarke Mercedes übernehmen würde, war vorhersehbar. Dass der Schwede gleichzeitig aber auch als Konzernchef von Daimler nominiert wurde, überraschte dann doch. Der Schwede wird im Mai 2019 Dieter Zetsche als neuer Sterndeuter folgen.

AP (Thibault Camus)

Aufreger des Jahres. Er pöbelte auf Twitter, kiffte vor laufender Kamera und brachte die Börsenaufsicht gegen sich auf: Der schillernde Tesla-Gründer Elon Musk flog fast aus der Kurve. Das Model 3 wird sein Schicksalsauto.

APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI (BRENDAN SMIALOWSKI)

Absturz des Jahres. Er gab gerne den Impresario und machte sich als „Kosten-Killer“ bei Renault und Nissan einen Namen. Jetzt ist Carlos Ghosn der große Buhmann und sitzt wegen Veruntreuung von Firmengeld seit 19. November in U-Haft.

APA/AFP/TOSHIFUMI KITAMURA (TOSHIFUMI KITAMURA)

Abschied des Jahres. Sein Tod war ein Schock für die Branche: Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne starb 66-jährig an Krebs. Der charismatische Italiener mit kanadischem Pass rettete und entschuldete die italienisch-amerikanische Firma.

APA/AFP/PIERO CRUCIATTI (PIERO CRUCIATTI)

Nachfolger des Jahres. Er führte Jeep zu neuer Blüte und empfahl sich damit als Nachfolger von Sergio Marchionne. Mit dem Briten Mike Manley ist erstmals ein Nicht-Italiener Chefpilot von Fiat-Chrysler.

AP (Carlos Osorio)

Lichtblick des Jahres. Der Wandel in der Automobilbranche
erfasste heuer auch Saudi-Arabien – und diese Meldung ging um die Welt: Seit 24. Juni dürfen im Königreich auch Frauen den Führerschein machen und ein Auto lenken. Saudi-Arabien war übrigens der letzte Staat der Welt, in dem es Frauen verboten war, sich hinter das Lenkrad eines Fahrzeuges zu
setzen. Die Aufhebung des Fahrverbots gilt als Teil einer umfassenden Reform im ultra-konservativen Wüstenstaat.

AP (Nariman El-Mofty)

Kopf des Jahres. Hart, härter, Herbert Diess: Der Bayer mit dem österreichischen Pass steht seit April an der Spitze des VW-Konzerns und hat seither alle Fäden in der Hand. Mit einer ungeheuren Machtfülle und dem Rückhalt des Großaktionärs ausgestattet, will Diess auch den Kulturwandel beim Weltmarktführer herbeiführen.

AP (Michael Sohn)

Platzhalter des Jahres. Als der Audi-Chef in Haft kam, übernahm Vertriebsvorstand Bram Schot interimistisch das Steuer. Doch weil der Wunschmann nicht greifbar ist, wird der Niederländer ab Jänner neuer Boss.

APA/AFP/CHRISTOF STACHE (CHRISTOF STACHE)

Abgang des Jahres. VW-Chef zu sein, war nie sein Ziel. Doch als Winterkorn vor drei Jahren abtrat, musste Matthias Müller ran. Der Informatiker war aber der falsche Mann an der Spitze und musste Diess Platz machen.

APA/dpa/Jörg Carstensen (J�rg Carstensen)

Jubiläum des Jahres. Die berühmteste Sportwagenmarke der Welt ließ es heuer krachen. Das 70-Jahre-Jubiläum zelebrierte Porsche mit Dutzenden Veranstaltungen. Am 8. Juni 1948 hatte das Amt der Kärntner Landesregierung den ersten in Gmünd gefertigten Porsche 356 einzelgenehmigt. Er entstand unter der Regie von Ferry Porsche, dem Sohn des genialen Konstrukteurs und Käfer-Erfinders Ferdinand Porsche.

AP
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