Mehrheit greift zum BenzinerNur 16 Prozent der neu zugelassenen E-Autos kaufen Private

84 Prozent der in Österreich neu zugelassenen E-Autos werden von juristischen Personen angemeldet. Sie profitieren von den Förderungen besonders.

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Die Zahl der privaten E-Auto-Käufer hält sich noch in Grenzen, zeigen die aktuellen Zahlen der Statistik Austria. "So wurde von den 15.347 in Österreich im ersten Halbjahr 2021 neu zugelassenen batterieelektrischen Fahrzeugen nicht einmal ein Fünftel auf Privatpersonen zugelassen. 84 Prozent wurden auf juristische Personen wie Firmen oder Gebietskörperschaften angemeldet", rechnete der ÖATMC heute vor.

E-Mobilität sei vor allem für Firmen attraktiv, da sie sich zusätzlich zu allgemeinen Vergünstigungen, die auch Private erhalten, noch über weitere steuerlichen Vorteile freuen dürften. "Neben der Möglichkeit zum Vorsteuerabzug ist für Dienst-E-Autos kein Sachbezug anzusetzen, wovon Arbeitgeber und -nehmer profitieren. Zusätzlich gab es von August 2020 bis Mai 2021 eine Investitionsprämie von bis zu 14 Prozent", so der Klub.

Zulassungen Jänner bis Juli 2021: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2021

Platz 10

Der BMW i3 verbucht einen Absatz von 470 Exemplaren. Das macht Platz 10 und ein Plus von 41,6 Prozent.

BMW

Platz 9

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 631 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 9 und fährt ein Plus von 39,3 Prozent ein.

KIA

Platz 8

655 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den achten Rang. Das macht ein Plus von 311,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 7

Auf Platz 7 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 875 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 162 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 6

Ein Neueinsteiger findet sich auf Platz 6: 968 Exemplare des neuen elektrischen Fiat 500 wurden heuer bereits verkauft.

FIAT

Platz 5

1091 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den fünften Rang und ein Minus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 4

Mit 1163 verkauften Stück parkt der Skoda Enyaq als Neueinsteiger auf dem vierten Platz.

SKODA AUTO

Platz 3

Platz 3 geht an einen Neueinsteiger: Das elektrische SUV VW ID.4 hat heuer bislang 1452 Kunden gefunden.

VOLKSWAGEN

Platz 2

Der VW ID.3 stromert auf den zweiten Platz: Er bringt es auf 1867 Verkäufe.

VOLKSWAGEN

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 2610 Verkäufe, damit liegt das meistverkaufte Elektroauto 2020 auf Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das ein Plus von 109,6 Prozent.

TESLA
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ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Nikola Junick verwies auch darauf, dass der CO2-Ausstoß der Neuwagenflotte in Österreich rückläufig ist. "Dieser Trend zum alternativen Antrieb, aber auch der Griff zu effizienteren Autos mit Verbrennungsmotor, hat die CO2-Emissionen der Neuwagenflotte gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um rund 15 Prozent sinken lassen", erklärte sie.

Kürzlich hat der Europäische Automobilherstellerverband (ACEA) eine Statistik der Neuzulassungen in Europa für das erste Halbjahr 2021 veröffentlicht. Demnach liegt der Anteil an E-Autos (darin enthalten auch Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzelle) in Österreich bei rund elf Prozent – und ist damit nach Schweden (13 Prozent) der zweithöchste in Europa.

Insgesamt machen Autos mit alternativem Antrieb (elektrisch, Wasserstoff/Brennstoffzelle, Hybride etc.) rund 34 Prozent der heimischen Pkw-Neuzulassungen aus und liegen damit zwischen Benzinern (rund 40 Prozent) und Diesel (rund 25 Prozent). Im ersten Halbjahr 2019 lag Anteil an alternativen Pkw-Neuzulassungen hierzulande noch bei rund neun Prozent, über die ersten sechs Monate 2020 schon bei leicht über 15 Prozent. "Mit zwei Dritteln machen übrigens Hybrid-Fahrzeuge den überwiegenden Anteil an alternativen Antrieben aus", weiß die ÖAMTC-Expertin.

Kommentare (28)
Airwolf
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Batterie

Wer wird die Batterien entsorgen.???????

joektn
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Wie

Werden die Batterien aus Taschenlampen, Laptops und Handys seit Jahren entsorgt? Richtig - sie werden recycelt und das bereits seit vielen Jahren.

einmischer
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Wer wird die Batterien entsorgen.???????

Na der Saubermacher :-)

schadstoffarm
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Abfackeln

Wie Mineralöl und gut ist.

Pablo63
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Batterien werden recycelt!

!

Don Papa
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@pablo

Wie oft? Unendlich oft? Das wäre ja Mal was tolles😂

Geom38
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Genau genommen

greift die Mehrheit zu einem möglichst günstigen Gebrauchten weil sich Neuwagen sowieso immer weniger leisten können. Und daran wird sich auch künftig nix ändern. Folglich drehen sich solche Diskussionen wie immer primär um die eher betuchtere Klientel.....also um jene, bei denen's primär nur um Ausstattung oder Extras geht, nicht darum möglichst billig mobil bleiben zu können.

GeminiX
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Förderung

mit den tollen Förderaktionen hast dir als Unternehmer mal die 20% Nova, 20% Vorsteuer gespart und dann noch 16% durch die Investitionsprämie gefördert bekommen. Hätte auch zugeschlagen wenn ich mir nicht erst kürzlich einen Diesel gekauft hätte.

joektn
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Stimmt

Ich hab unseren Firmen Audi e-tron um knapp 42.000€ bekommen. Also fast 50% weniger als Liste. (!)
Damit wird es schon sehr attraktiv, wobei ich es persönlich eine Frechheit finde, dass hier Privatkunden weiterhin voll in die Taschen greifen müssen und eben nicht in den Genuss der ganzen Vergünstigungen kommen.

Airwolf
1
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Zu

Hier geht es nicht um Firmenautos.

GeminiX
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Ja da hast du recht

Privat ist macht es derzeit halt noch weniger Sinn

Miraculix11
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Umgekehrt

Ich finde es eine Frechheit dass Firmenkunden und die Autoindustrie so massiv vom Steuerzahler gesponsert werden.

GeminiX
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14% Prämie

Was ich aber sagen wollte: Solche Förderaktionen sind auch für Private notwendig!

duesentrieb1
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Elektroautos...

.... werden so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Bestenfalls ein Nischenprodukt werden. Für den Kurzverkehr. Wo man aber auch ein Rad nehmen könnte.

Stratusin
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Uii das kann dann dauern,

schließlich gibt es Elektroautos schon seit Ende der 19ten Jahrhunderts.

Airwolf
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Sw

Genau so wird es sein.
Wie mit allen Alternativen Treibstoffen.
Die Ölloby kauft alles.

schadstoffarm
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Weil?

Ich glaube an das Pferd. Das Auto halte ich für eine vorrübergehende Modeerscheinung.
-Kaiser Wilhelm II-

Miraculix11
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Gottlieb Daimler 1901

Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird 5000 nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.

styrianprawda
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elektrisch, Wasserstoff/Brennstoffzelle

Fahrzeuge mit Wasserstoff/Brennstoffzelle werden auch "elektrisch" angetrieben!

scionescio
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16% von 11% BEV Käufen fallen auf Private dh 1,76% kaufen sich ein BEV ...

... und für die paar Hanseln geben wir Milliarden an Steuermitteln für Infrastruktur und Förderungen aus, obwohl es den Klimawandel nicht nennenswert beeinflusst, weil erstens von den 34% eAutos 2/3 Hybride sind, die wegen des zusätzlichen Gewichts im überwiegenden Verbrennerbetrieb sogar noch mehr CO2 als nötig produzieren und die Angabe der Neuzulassungen auch eine Augenauswischerei ist, weil auf den gesamten Fahrzeugbestand gerechnet, der BEV Anteil bei 1% liegt - und wenn man es auf die gefahrenen Kilometer betrachtet (und nur die sind in Wahrheit entscheidend!) noch einmal deutlich weniger, weil BEVs wegen der lächerlichen Reichweite hauptsächlich auf Kurzstrecken und als Zweitauto zum Einsatz kommen, während die vielen Kilometer mit dem Diesel heruntergespult werden.

Wir geben viel Geld für wenig Effekt aus und könnten mit deutlich weniger Geld viel schneller viel mehr erreichen (zB Umstellung der Stahl-Industrie auf Wasserstoff)!

DergeerderteSteirer
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Ich meine festzustellen das du, @scionescio, in deiner BEV-Antiphatie da was falsch gelesen hast,......

Es heißt so wie es beschrieben ist :
Punkt 1..........Nur 16 Prozent der neu zugelassenen E-Autos kaufen Private.......
Punkt 2..........84 Prozent der in Österreich neu zugelassenen E-Autos werden von juristischen Personen angemeldet. Sie profitieren von den Förderungen besonders.

Also kann deine Rechnung nicht stimmen,..........lese bitte nochmal genau drüber ............. ;-)

Gruß "DergeerderteSteirer"

scionescio
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@DerGeerdeteSteirer: eigentlich habe ich das so gemeint und mich sehr missverständlich ausgedrückt ...

... nicht die Steuerzahler profitieren mehrheitlich vom ausgegebenen Steuergeld, sondern es ist ein Geschenk an die Unternehmen, die damit indirekt wieder bevorzugt werden - der Herr Kurz muss natürlich auf seine Spender schauen.

Bezogen habe ich mich auf:
"Kürzlich hat der Europäische Automobilherstellerverband (ACEA) eine Statistik der Neuzulassungen in Europa für das erste Halbjahr 2021 veröffentlicht. Demnach liegt der Anteil an E-Autos (darin enthalten auch Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzelle) in Österreich bei rund elf Prozent" (hier wird offensichtlich eAuto als Begrifflichkeit für BEV verwendet).

Dazu kommen noch 23% Hybride -> ergibt die im Artikel erwähnten 34%.
Ich habe angenommen, dass die 16% Privatanteil sowohl für die 11% BEV als auch für die 23% Hybride gelten.

Auch bei uns werden seit geraumer Zeit nur mehr eAutos angeschafft, weil sich die Mitarbeiter ums gleiche Geld ein Auto der um mindestens eine Klasse höheren Kategorie leisten können (mehrheitlich sinnbefreite Hybride!) ... jetzt in der Urlaubszeit sind sind aber die Dieselkombi vergriffen, weil sich das niemand mit dem BEV antun möchte ...

Es ist übrigens keine Antipathie gegenüber BEVs im Allgemeinen (sonst würde ich keine Anschaffungen genehmigen), sondern mehr der Versuch, aufzuzeigen, dass BEVs keine allgemeine Lösung im großen Stil sein können (und werden) und das Musk/Tesla aus reiner Gewinn- und Geltungssucht das ganze Thema in eine völlig falsche Richtung gedrängt hat!

schadstoffarm
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Vergleichens nicht Äpfel mit birnen

Das bev ist vorhanden, die stahlerzeugung mit Wasserstoff und der Wasserstoff auch nicht. Durch die ineffizienz des verbrenners spart Elektrifizierung besonders viel co2 Emission, Koks als Brennstoff ist schwieriger durch elektr.
Generierte energiespeicher zu ersetzen.

Edlwer
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Du hast es absolut erkannt...

Elektroautos sind perfekt für Kurzsstrecken (zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Kinder in die Schule fahren, ...) gedacht. Und das muss erst mal in die Köpfe der Leute, du hast es ja schon kapiert das das Gut ist.
NUR, du hast einen Rechenfehler in deinem Post:
Weil nur 16% in Privathänden ist, fahren die restlichen 84% auch und stoßen CO2 aus, und ich bin mir sicher, diese 84% legen wesentlich mehr km zurück als ein Privatwagen, der ja hautpsächlich steht, zu Hause, am Arbeitsplatz, vor dem Supermarkt, hoffentlich auch viel auf dem P&R.

scionescio
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@Edlwer: Ich gebe dir absolut Recht geben ...

... da habe ich mich in der Argumentation geirrt - merci, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast!

styrianprawda
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@Edlwer

Nicht "Elektroautos per se" sind perfekt für Kurzstrecken, sondern die "batterieelektrischen Fahrzeuge".

 
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