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Mercedes CLA Shooting Brake im TestLang lebe der Diesel - in dieser Form

Am Beispiel des Mercedes CLA Shooting Brake sieht man gut, wie absurd die Diskussionen um den Diesel geworden sind: Verbräuche um und unter fünf Liter sind argumentativ nur schwer zu widerlegen. Das ist Lifestyle fürs gute Gewissen.

CLA 200 d: Äußerst gute Verbrauchswerte © (c) © oliver wolf
 

Überlebt der Diesel? Diese Frage muss man sich stellen, wenn man die Diskussionen der letzten Monate verfolgte: Während Motorenexperten den Diesel nicht abschreiben und ihn Richtung Null-Emissionswerte entwickeln, hat sich eine Hetzjagd auf den Selbstzünder verselbstständigt.

Klar war die Branche daran nicht unschuldig, aber irgendwann sollte man auch wieder auf die Argumentationsebene zurückkehren.

Eines der besten Argumente derzeit heißt Mercedes CLA 200 d Shooting Brake (vulgo Lifestyle-Kombi): 150 PS, 320 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1400 und 3200 Umdrehungen pro Minute - das Auto bringt quasi mit Standgas seine Kraft in Umlauf, die Achtgang-Doppelkupplungsautomatik portioniert perfekt. Es ist diese Selbstverständlichkeit, mit der der CLA 200 d sich bewegen lässt.

Lifestyle mit guten verbrauchswerten für das gewissen. Foto © (c) © oliver wolf

Das Beste daran: Man erzielt Verbrauchswerte, die äußerst  gut sind. Unter fünf Liter sind möglich, knapp über fünf Liter auf 100 Kilometer selbstverständlich, dafür muss man sich gar nicht anstrengen. Und das bei einem Auto von der Größe.

Modellvorstellung: Mercedes CLA Shooting Brake

In der Familie der A-Klasse wuselt es schon ganz schön, aber ein Ende ist beim Nachwuchs noch lange nicht in Sicht. Jetzt streckt sich erst einmal der CLA als Shooting Brake seinem Marktstart entgegen.

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Bis zur B-Säule ist der Umriss der rahmenlosen Fenster mit dem des Coupés identisch, dann sorgt das schöne Kombiheck für einen starken Abgang. Er ist 48 Millimeter länger als bisher, 53 breiter, aber 2 Millimeter niedriger, geht aber immer noch als praktisch durch.

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Die Ladeöffnung fällt mit 871 Millimetern deutlich breiter aus als beim Vorgänger und der Kofferraum fasst um 10 Liter mehr, nämlich 505.

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Das Interieur kennen wir bereits aus dem Coupé: Das Widescreen-Display steht völlig frei ohne Hutze auf dem flügelförmigen Grundkörper der Instrumententafel, auf Wusch gibt es sogar ein vollfarbiges Head-up-Display und Navigation mit Augmented Reality.

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Mit der Sprachsteuerung kann man sich durchaus gut unterhalten. Die jüngste Errungenschaft ist der Interieur-Assistent, der die intuitive Bedienung verschiedener Funktionen auch durch das Erkennen von Bewegungen erlaubt.

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Er kann sogar zwischen den Bedienwünschen von Fahrer und Beifahrer unterscheiden – und weiß so zum Beispiel, bei welchem Sitz die Massagefunktion aktiviert werden soll.

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Als Topmodell tritt der Vierzylinder-Benziner mit zwei Litern Hubraum und 225 PS im CLA 250 auf den Plan. Die 350 maximalen Newtonmeter Drehmoment verwaltet ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Stufen. Die weitere Startaufstellung wird noch nicht verraten.

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Auf Wunsch erhältlich ist eine adaptive Verstelldämpfung, mit der der Fahrer zwischen mehr Komfort oder sportlicher Abstimmung wechseln kann.

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Damit wird der CLA 200 d nicht nur für Vielfahrer zur Option: Motoren von der Güte werden genauso von den Autokonzernen dringend gebraucht, um die vorgegebenen CO2-Ziele zu erreichen. Der totgesagte Diesel hat also noch ein Leben vor sich.

Voll digitalisiert Foto © (c) © oliver wolf

Aufgefallen beim CLA im Schnelldurchlauf: passabler Kofferraum (breitere Ladeöffnung als beim Vorgänger, aber relativ hohe Ladekante), trotz des Layouts; der Einstieg ist aufgrund der tiefen Sitzposition eine gute Übung für die eigene Gelenkigkeit - das hält frisch und jung; feine Fahrwerksauslegung, passt gut zum Auto; keine unangenehmen  Lastwechselreaktionen, gute Balance, starke Bremsen. 

Bei der Digitalisierung (Touchscreen, Touchpad) ist man Vorreiter, die Sprachsteuerung wächst langsam zur Alternative - bei den vielen Funktionen ist das gesprochene Wort die Zukunft.

Autogramm

Preis: ab 39.270 Euro.

Motor: Diesel R4, 1950 ccm; 110 kW (150 PS); max. Drehmoment 320 Nm 1400 - 3200 U/min.

Verbrauch/Schnitt: um 5 l Diesel/100 km

Abmessungen: 48 Millimeter länger als bisher, 53 mm breiter, aber zwei mm niedriger. 4688/1830/1442 mm L/B/H; 505 l Kofferraum

Kommentare (9)
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Mezgolits
26
4
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Preis: Ab 39.270 EUro + Motor: Diesel mit 110 kW

Vielen Dank - ich meine: Dieses Auto, wird von Vielen, nicht gekauft werden, weil es für
sie, viel zu teuer und viel zu stark ist - aber ebenfalls, wird dieses Auto, von Vielen nicht
gekauft werden, weil es für sie, wiel zu billig und auch viel zu schwach ist. Erfinder M.

schadstoffarm
32
7
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ich liebe Retroartikel

das ist so wie Beatles oder Velvet Underground hören. Man weiß zwar das gibts nicht mehr und es wird nicht wiederkommen aber man assoziiert Gefühle damit. Herr Hubmann aber hat das 3l Auto der 2000er abgeblasen und gibt sich mit wohlfeilen 5l zufrieden, das ist doch eher reaktionär. Das mit dem verfeuern von Dieselöl CO2-Ziele erreicht werden könnten ist aber nicht mehr mit Nostalgie sondern eher mit Voodoo zu erklären.

scionescio
8
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@ArmerSchadstoff: dieses Modell ist in einer Gesamtbilanz jedem BeV vergleichbarer Größe in Bezug auf Klimaschutz deutlich überlegen ...

... in Sachen Kosten, Reichweite, Komfort, Sicherheit, Ersatzteilversorgung, Werterhalt, etc natürlich sowieso!
Bei den lächerlichen Vergleichsrechnungen von CO2 Ausstoss während des Betriebs versus CO2 Austoss bei der Produktion des Akkus, der später noch dazu als Sondermüll entsorgt werden muss, wird immer von utopischen Dieselverbräuchen ausgegangen - mit den realen Werten eines modernen Diesels sind gleichwertige (in Bezug auf Größe und Transportkapazität) BEVs richtige Dreckschleudern!
Zu glauben, dass man mit den enormen CO2 Ausstoss bei der Akkuproduktion CO2 Ziele erreichen kann, ist kein Voodoo, sondern kontrafaktischer Schwachsinn.

schadstoffarm
25
3
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irrelevant, alter mann

aber ich schätze die nostalgischen Gefühle die du weckst. Ein kalter Wintertag,
ein nagelnder Diesel der sich im blauen Dunst warmnagelt. Das ist Heimat die durch abschalten der Abgasreinigung bei Temperaturen <> 18.2 Grad verteidigt wird.

scionescio
6
16
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@ArmerSchadstoff: du brauchst nicht extra zu erwähnen, dass Fakten für dich irrelevant sind ...

... das geht schon aus deinen sinnentleerten Beiträgen klar genug hervor;-)

schadstoffarm
18
3
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dann erklär weiterhin

warum alles außer Akku voll toll ist und den blauen Planeten rettet. Wir machen weiter wie bisher aber es wird etwas total anderes rauskommen als prognostiziert, Abracadabra ! Im Prinzip wünsch ich dir Alchimisten viel Glück weil eine Verhaltensänderung eigentlich eh nicht Mehrheitsfähig ist.

scionescio
5
14
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@ArmerSchadstoff: eine Verhaltensänderung macht nur Sinn, wenn es danach besser und nicht schlechter ist ...

... durch Akkus als Energiespeicher verzögern wir nur das Wasserstoffalter (das wird dem Planeten wirklich helfen), zwangsbeglücken die Konsumenten mit einer sauteuren und gefährlichen Zwischentechnologie, werfen den Energieversorgern Milliarden an Steuergeldern in den Rachen, helfen mit "lokal emissionsfrei" dem Klima überhaupt nicht und treten uns dafür ein Sondermüllproblem mit den ausgedienten Akkus ein.
Veränderung ist wichtig - aber natürlich in die richtige Richtung und nicht weil ein amerikanischer Soziopath mit Ankündigungen und Marketingschmähs zum reichsten Mann der Welt werden möchte!

franki20
11
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Das E-Auto wird die Welt nicht retten...

aber so weitermachen wir bisher geht nicht. Die E-Mobilität ist bei weitem Nachhaltiger und besser für die Umwelt als jeder Verbrenner, und die Entwicklung geht ja immer weiter. Wasserstoffautos gibt es bereits zu kaufen, nur abseits von Internetforen will diese Fahrzeuge keiner, aus gutem Grund.

schadstoffarm
11
2
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dein Tesla-Trauma kann

man sicher psychologisch reparieren und dürfte im Unbewussten wurzeln. Die stockkonservative Einstellung die im Anbeten der Asche vergangener Dinge gipfelt scheint eher genetisch festgelegt. Aber eine Erklärung könntest dennoch liefern: warum hat sich die Welt verschworen die H2- Lösung zu verhindern, weil Tesla das so will ?