250 Kilometer Reichweite ab 14.340 EuroDer Renault Twingo stromert an die Steckdose

Renault beschleunigt die Elektrifizierung und setzt auch den Twingo unter Strom: Die wichtigsten Fakten - und wie der leise Stadtfloh Fußgänger und Radfahrer warnen kann.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Der elektrische Renault Twingo © RENAULT
 

Eigentlich wäre der elektrische Twingo erst später terminisiert gewesen - aber angesichts der Elektrifizierungswelle bei anderen Herstellern drückt Renault auf das Tempo. Der kleine Stadtflitzer kommt in Österreich zum Jahreswechsel 2020/2021 zu Preisen ab 20.490 Euro in den Handel. Nach Abzug von E-Mobilitäts, Versicherungs- und Finanzierungsbonus bleiben 14.340 Euro.

Die wichtigsten Fakten: Fünftürer, 60 kW/82-PS-Elektromotor und eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 22 kWh (Ladeleistungen bis 22 kW). 

Das soll in der Stadt - unter besten Bedingungen - für eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern reichen. Im Mix soll die Lithium-Ionen-Batterie immer noch für 180 Kilometer Radius gut sein. Über den Eco-Modus kann man mehr herausholen: 215 Kilometer/Mix.

Renault Twingo Electric
+

Der Zoe stand für die gesamte Elektrotechnik Pate (Batterieladesystem Chameleon Charger). Es gibt mehrere Rekuperations-Modi, um vor allem im Stadtverkehr mehr aus der möglichen Reichweite herauszuholen.

Der E-Motor bringt 160 Newtonmeter Drehmoment vom ersten Pedalzucker an -  0 auf 50 km/h schafft der Twingo Z.E. in rund 4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 135 km/h.

Renault Twingo Electric
+

Was die Sicherheit betrifft, arbeitet Renault mit dem "Z.E. Voice". Zwischen 1 und 30 km/h wird „Z.E. Voice“ ist das System automatisch aktiv, der Fahrer wählt zwischen drei verschiedenen Signaltönen, deren Intensität je nach Geschwindigkeit variiert. Fußgänger und Radfahrer werden so rechtzeitig vor dem bei niedrigen Geschwindigkeiten nahezu geräuschlosen Elektrofahrzeug gewarnt. Mit an Bord: Bessere Vernetzung und eine eigene App für das Handy (spezielle E-Mobility-Services).

Modellvorstellung: Renault Twingo Z.E.

Renault schickt den Twingo an die Steckdose. Der ist allerdings kein bloßer Technikzwilling des Smart Forfour, mit dem er sich die Plattform teilt: Bei den Komponenten des elektrischen Antriebsstrang gehen die Franzosen eigene Wege.

RENAULT

Der 3,62 Meter kurze Fünftürer hat statt des Benziners einen Elektromotor im Heck, der maximal 60 kW (82 PS) und 160 Newtonmeter Drehmoment abspult.

RENAULT

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h huscht das Zwergerl auch locker über die Autobahn.

RENAULT

Die Lithium-Ionen-Batterie sitzt unter den Vordersitzen und hat eine Kapazität von 22 kWh, was gemessen nach dem realitätsnäheren WLTP-Testzyklus eine Reichweite von bis zu 180 Kilometern ermöglichen soll. Im reinen Stadtverkehr stehen sogar bis zu 250 in der Auslage.

RENAULT

Zum Aufladen hat der Twingo das Batterieladesystem der Renault-Nissan-Allianz an Bord, den sogenannten „Chameleon Charger“. Damit saugt er Wechselstrom in Stärken von 230 und 400 Volt sowie mit Ladeleistungen bis 22 kW. In letzterem Fall reicht eine halbstündige Pause, um Saft für 80 Kilometer zu tanken.

RENAULT

Wie man es schon vom größeren Renault Zoe kennt, kann man den Kleinwagen im so genannten B-Modus fahren. Das Fahrprogramm lässt die Wahl zwischen drei Stufen der Rekuperation. In der höchsten Stufe ist das Ein-Pedal-Fahren möglich.

RENAULT

Zwischen 1 und 30 km/h muss das von der EU vorgeschriebenen akustische Warnsystem erklingen, um Fußgänger und Radfahrer auf den Stromer aufmerksam zu machen. Der Fahrer kann zwischen drei verschiedenen Signaltönen wählen, deren Intensität je nach Geschwindigkeit variiert.

RENAULT

Äußerlich ist der Elektro-Twingo je nach Ausstattung unter anderem an blauen Zierelementen an den Radnabenabdeckungen oder Felgen zu erkennen. Hinzu kommen Stripings an den Fahrzeugflanken und die Spangen des Kühlergrills in der gleichen Farbe.

RENAULT

Je nach Ausstattung steckt im Armaturenbrett des Twingo Z.E. ein Infotainmentsystem mit 7-Zoll-Touchscreen, das Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto ermöglicht.

RENAULT

Die speziell an die Anforderungen von Elektrofahrzeugen angepasste Navigation ermittelt bei der Routenwahl die verbleibende Restreichweite und informiert über die nächstgelegenen Ladestationen.

RENAULT
1/10

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

VH7F
6
17
Lesenswert?

Solange man für eine Steckdose in der Tiefgarage

die Zustimmung aller Eigentümer braucht, pfeif ich auf E-Autos. Mit meinem neuen Diesel habe ich schon 25% Spritkosten eingespart.

Carlo62
1
4
Lesenswert?

Man kann auf eigene Kosten und vom eigenen Zähler...

...jede Leitung in die TG legen lassen, da braucht es keine Zustimmung. Aber mach das mal bspw. in der Terrassenhaussiedlung. Da muss man gleich ein Kraftwerk dazu bauen!

melahide
5
1
Lesenswert?

Für eine

Steckdose brauchen Sie das nicht. Für einen 16-Ampere Stecker auch nicht. Für eine Starkstromleitung und einer WallBox allerdings schon. ... nur braucht Starkstrom und WallBox in der Tiefgarage?

tannenbaum
4
22
Lesenswert?

Und

dann steht in der Betriebsanleitung, man sollte womöglich nicht mehr als 80% laden und nicht unter 20% den Akku lehren, um selbigen zu schonen. Dann bleiben nur mehr 60%. Dann hat es einmal minus 15 Grad mit Schneefall und die Reichweite verringert sich noch einmal um die Hälfte! Viel Spaß mit den Elektrofahrzeugen!

Weltreisender
16
15
Lesenswert?

Und

um die Batterie für das Carrera Auto zu bauen, muss in Chile täglich 20.000.000 (Zwanzig Millionen) Liter Trinkwasser verschwendet werden. Gratuliere

scionescio
10
29
Lesenswert?

"Das soll in der Stadt - unter besten Bedingungen - für eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern reichen"

Es ist schon fast fahrlässig. so eine Behauptung zu verbreiten - im echten Leben wird das nie möglich sein und alles über 100km wird die Ausnahme sein.
Und wieder stellt sich die Sinnfrage: außerhalb der Stadt völlig unbrauchbar, in der Stadt gibt es aber hoffentlich Öffis und im Endeffekt wird als Zweit- oder Drittauto nur mehr Platz und Ressourcen verschwendet - und den Preis erwähnt man lieber gar nicht;-)

Carlo62
0
7
Lesenswert?

Ist doch ein nettes Drittauto...

...fürs Töchterlein, damit sie damit ins Einkaufszentrum fahren kann, wenn es wieder einmal geöffnet ist.