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Räder und E-ScooterWelche Beleuchtungen vorgeschrieben sind

Warum mangelnde Beleuchtung von Fahrrad oder E-Scooter gerade in der dunklen Jahreszeit lebensgefährlich und auch teuer werden kann.

© Rojo/stock.adobe.com (Sergio_Rojo)
 

Die dunkle Jahreszeit bedeutet schlechte Sichtbedingungen und ein erhöhtes Unfallrisiko für alle Verkehrsteilnehmer. Insbesondere Radfahrer sind gefordert: Feuchtes Laub und nass-glatte Straßenbahnschienen erhöhen die Sturzgefahr, Nebel und Dämmerung trüben die Sicht. "Radfahrer sollten unbedingt auf eine funktionierende Beleuchtung und gute Sichtbarkeit achten", sagt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried.

Genauso in der Pflicht sieht er Lenker von E-Scootern: Für die akkubetriebenen Roller gelten die gleichen Vorschriften wie für Radler – denn sofern sie eine Höchstleistung von 600 Watt und eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten, gelten sie als E-Fahrräder.

Unfallgefahr: Strahlende Sportartikel

Viele Sportausrüster verweben reflektierende Fasern und Elemente direkt in die Funktionswäsche.

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Laufschuhe, die über reflektierende Applikationen verfügen, sorgen für Sichtbarkeit beim Joggen. Eingearbeitete Rückstrahler machen Läufer bis auf 80 Meter Entfernung sichtbar.

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Schlauchtuch-Spezialist Buff hat im Gewebe seiner Tücher und Hauben Reflektoren verarbeitet.

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LED-bestückte Hundeleinen von Bseen oder Vingloo, deren Akku man via USB wiederaufladen kann, machen Vierbeiner sichtbar.

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Das steirische Start-up Luma bietet Stirnbänder und Hauben mit integrierter Lampe.

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In die Pedale integrierte Zusatzlichter von Spanninga erhöhen die Sicherheit für Fahrradfahrer in der Finsternis.

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Eingearbeitete Perlen verleihen den Jacken von
Proviz Sports einen „Glühwürmchen-Effekt“, sobald
sie angestrahlt werden.

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Der Schirm von Pluvis mit beleuchteter Spitze und Taschenlampenfunktion im Griff verringert das Risiko an Regentagen.

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Laut Verordnung müssen Fahrräder vorne einen weißen und hinten einen roten Reflektor haben. Die Rückstrahler müssen einzeln angebracht oder können in den Scheinwerfer integriert sein. An den Pedalen sind nach vorne und hinten gerichtete Reflektoren ein Muss. "Vorgeschrieben sind außerdem gelbe oder weiße Katzenaugen oder Reflektorsticks an den Rädern", weiß der ÖAMTC-Jurist. "Alternativ sind Reifen mit reflektierenden Umrandungen möglich." Für E-Scooter gelten die Beleuchtungsvorschriften entsprechend ihrer Bauweise ebenfalls.

"Grundsätzlich sind Lenker von Fahrrädern und E-Fahrrädern, also auch E-Scootern, bei Tageslicht und guter Sicht nicht verpflichtet Scheinwerfer oder rotes Rücklicht zu verwenden – bei Sichtbeeinträchtigung und Dunkelheit jedoch schon", so Jurist Authried. "Für mangelhaft ausgerüstete und unbeleuchtete Fahrräder können bei einer Anzeige bis zu 726 Euro Strafe verhängt werden." Verursacht man wegen schlechter oder fehlender Beleuchtung einen Unfall mit Personenschaden, muss zudem mit Schadenersatzforderungen und einem gerichtlichen Strafverfahren gerechnet werden.

Helm und Reflektoren sind Must-haves

Vorschriften für die Ausrüstung des Lenkers selbst gibt es nicht. "Ein Helm ist zwar in Österreich für Erwachsene nicht vorgeschrieben, er schützt bei einem Unfall aber vor schweren Kopfverletzungen und sollte zur Grundausstattung gehören – in der dunklen Jahreszeit umso mehr", rät der ÖAMTC-Experte. Kommt ein Radfahrer "unter rennmäßigen Bedingungen" ohne Helm zu Sturz und erleidet dabei Schädelverletzungen, kann ihn diesbezüglich sogar ein Mitverschulden treffen.

Um noch besser sichtbar zu sein, sollte man unbedingt reflektierende Materialien auf der Kleidung anbringen oder gleich eine Warnweste tragen. "Jedes ergänzende Hilfsmittel, sei es durch Stirnlampen oder LED-Lichter, ist sinnvoll. Zu beachten ist nur, dass man den Gegenverkehr dadurch nicht blendet", sagt der Experte.

Kommentare (4)

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Aselesi
0
13
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Beleuchtung

Schön und gut das es das Gesetz gibt.
Nur bringt es nichts wen von der Polizei nichts unternommen wird.

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styrianprawda
0
13
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Intelligenzbolzen!

Es ist ein Zeichen höchster Intelligenz, bei Dunkelheit mit dem Rad ohne Beleuchtung unterwegs zu sein.

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bianca50
1
23
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Schlecht oder gar nicht beleuchtete Räder

Man kann die Mitmenschen nicht verstehen. In erster Linie ist die ordentliche Beleuchtung zu meinem eigenen Schutz. Man kann sich nicht immer darauf verlassen dass der andere Verkehrsteilnehmer-sprich Autofahrer - alles sieht. Sehen und gesehen werden. Gilt auch für Fußgänger

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duesentrieb1
6
22
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Fehlverhalten

Diese E-Scooter in Klagenfurt einzuführen, sind ein Gräuel. Danke an den Magistrat. Nicht nur, dass die Kübeln überall sinnlos herumstehen, sind sie auch noch ein feines Mittel, um die Bevölkerung (zumeist Jugendliche) noch weniger zur Bewegung zu animieren. Ich weiß nicht, welche Ziele man in Klagenfurt nicht zu Fuß erreichbar wären. Ein paar Schritte schaden niemanden.

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