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ModellvorstellungDer Roma ist der Ferrari für den Alltag

Mit 620 PS und verhältnismäßig geräumigem Innenraum ist der 2+2-Sitzer für italienische Verhältnisse vernünftig. Relativ zumindest.

Der neue Ferrari Roma © FERRARI
 

Es war wohl mehr als nur aufgelegt, den neuesten Wurf aus Maranello in – na? Richtig geraten – in Rom einer erlesenen Schar an potenziellen Kunden zu präsentieren. Was ihnen dort in exklusivem Rahmen gezeigt wurde, ist indes nicht einfach nur ein weiterer 2+2-Sitzer mit Heckantrieb und Frontmotor. Er ist so etwas wie der Alltagswagen des geneigten Ferrari-Sammlers, so er nicht einen Helikopter für die üblichen Wege hat. Schauen wir uns den Roma also ein wenig genauer an.

Grundsätzlich handelt es sich beim Roma um die Coupéversion des Portofino. Er ist 4,7 Meter lang, zwei Meter breit, bringt 1,5 Tonnen auf die Waage und hat das vertraute zweigeteilte Cockpit, den V8-Biturbomotor unter der langen vorderen Haube und das Getriebe in Transaxle-Bauweise direkt an der Hinterachse, was der Gewichtsverteilung sehr zugutekommt.

Modellvorstellung: Ferrari Roma

Grundsätzlich handelt es sich beim Ferrari Roma um die Coupéversion des Portofino. Er ist 4,7 Meter lang, zwei Meter breit, bringt 1,5 Tonnen auf die Waage und hat das vertraute zweigeteilte Cockpit, den V8-Biturbomotor unter der langen vorderen Haube und das Getriebe in Transaxle-Bauweise direkt an der Hinterachse, was der Gewichtsverteilung sehr zu Gute kommt.

FERRARI

Im Vergleich zum offenherzigen Verwandten bekam der Roma aber 20 zusätzliche Pferde angespannt. Ergibt also 620, die gemeinsam mit den 760 Newtonmetern natürlich fabelhafte Fahrwerte auf den Asphalt zaubern können: 3,4 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, 9,3 vom Stillstand auf 200, und eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 320 – da bekommt man als Fahrer schon ziemlich viel zu tun, weswegen man froh sein kann, dass einem zumindest das Schalten ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe abnimmt.

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Die 20 Mehr-PS haben aber noch einen anderen Grund. Ferrari möchte den Roma nämlich etwas oberhalb des Portofino positionieren. Aber nicht zu hoch, zum deutlich teureren 812 Superfast. Der ist mit seinen 800 Pferdestärken aber schon eine ganz andere Welt, und dann gibt es da ja auch noch den SF90 mit derer 1000, wer also ein wenig Platz für Golfbags und Einkaufstaschen benötigt, dennoch aber unbedingt ein Auto mit dem springenden Pferd im Logo fahren möchte, der kommt in Modena tatsächlich nicht schlauer weg als mit dem – zumindest im Vergleich zu seinen Kollegen – vernünftigen Roma.

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Ja, aber wie vernünftig ist er nun? Über so etwas Banales wie den Listenpreis sprach man in der elitären Runde in Italiens Hauptstadt natürlich nicht. Gehen wir aber einmal davon aus, dass man mit 190.000 Euro einigermaßen richtig liegt. Vor Steuern, natürlich.

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Im Vergleich zum offenherzigen Verwandten bekam der Roma aber 20 zusätzliche Pferde angespannt. Ergibt also 620 PS, die gemeinsam mit den 760 Newtonmetern natürlich fabelhafte Fahrwerte auf den Asphalt zaubern können: 3,4 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, 9,3 vom Stillstand auf 200, und eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 320 – da bekommt man als Fahrer schon ziemlich viel zu tun, weswegen man froh sein kann, dass einem zumindest das Schalten ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe abnimmt.

Modellvorstellung: Ferrari SF90 Stradale

F40, F50, Enzo – dass Ferrari zu runden Firmenjubiläen sich mit einem Superlativ auf vier Rädern beschenkt und damit die Herzen der treuesten (und liquidesten) Markenliebhaber himmelhoch jauchzen lässt, ist schon eine liebgewonnene Tradition geworden. Doch heuer geht man das Thema Thema Geburtstag einmal völlig anders an: Der SF90 Stradale ist kein streng limitiertes Sondermodell, das an handverlesene Kunden verteilt wird. Er ist mehr oder weniger ein Serienmodell, aber vollgesteckt mit der modernsten Technik, bei der jedes Super- und Hypercar lange Zähne kriegen würde.

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Was erwartet uns also alles? Genug, um manch Traditionalisten in Wallungen zu bringen: Den Anfang macht der aus dem 488 bekannte, gründlichst überarbeitete V8-Biturbo, der in SF90-Konfiguration 780 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment liefert. In Kombination mit drei Elektromotoren – einer jeweils an einem Vorderrad, einer in der aus der Formel 1 bekannten MGUK-Einheit (Motor Generator Unit, Kinetic), die sich zwischen Motor und Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe befindet – kommtn glatte 1000 PS zustande. Damit ist also nicht nur erstmals ein Achtzylinder das Spitzenmodell im Stall der Scuderia Ferrari. Erstmalig gibt es aus Maranello somit einen Sportwagen mit Allradantrieb.

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Das Leistungsgewicht liegt bei lediglich 1,57 Kilogramm pro PS, der Sprint von 0 auf 100 km/h ist in 2,5 Sekunden absolviert, der auf 200 in 6,7 Sekunden, und bei 250 km/h wirken dank ausgeklügelter Aerodynamik 390 Kilogramm Anpressdruck auf die Räder.

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Das Zusammenspiel der vier Motoren regelt indes eine aufwändige Steuerelektronik, die dem Piloten vier Antriebsmodi zur Verfügung stellt. Die beiden vorderen Elektromotoren liefern etwa im rein elektrischen Fahrmodus allein den Antrieb für 25 Kilometer und bis maximal 135 km/h. Gesteuert wird das an die beiden Vorderräder abgegebene Drehmoment unabhängig voneinander – eine Erweiterung des Torque Vectoring-Konzepts. Der voll in die Steuerung der Fahrzeugdynamik integrierte elektronische Regler für Kurvenfahrten – kurz RAC-e – regelt die Drehmomentverteilung und macht das Fahren am Limit so wesentlich einfacher und sicherer.

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Das ist insofern bemerkenswert, da die Einführung der Hybridarchitektur auch wegen des zusätzlichen Gewichts eine Herausforderung war. Für maximale Performance hinsichtlich Gesamtgewicht, Steifigkeit und Schwerpunkt wurden Fahrwerk und Karosserie des SF90 Stradale völlig neu und unter Einsatz von Multimaterial-Technologien, zum Beispiel Carbonfaser, gestaltet. Das Ergebnis: ein Leergewicht von gerade einmal 1570 Kilogramm.

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Spannend auch das Lenkrad, das jetzt über ein Touchpad und eine Reihe von haptischen Tasten verfügt, mit denen der Fahrer praktisch jede Funktion einfach mit dem Daumen steuern kann. Das zentrale Kombiinstrument ist vollständig digital und verfügt, erstmals in einem Auto, über einen gewölbten 16-Zoll-HD-Bildschirm, der über die Bedienelemente am Lenkrad konfiguriert und gesteuert werden kann.

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Dass es keinen Zündschlüssel mehr gibt, sondern nur mehr eine Start-Taste, lässt sich noch als normaler Technischer Fortschritt verkraften. Mit der Idee, die klassische offene Kulissenschaltung alter Modelle durch ein "gitterähnliches Element" auch bei dem hier verbauten Automatikwählhebel anzuwenden, fällt aber eher unter die Kategorie "gut gemeint" und wäre bei einem solchen Kaliber an Auto nicht notwendig gewesen.

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Auch verlor das Achtgang- im Vergleich zum Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe aus dem 488 zehn Kilogramm, was auch damit zu tun hat, dass man den Rückwärtsgang komplett eingespart hat. Aber kein Grund zur Sorge – nicht einmal Ferrari könnte einen Serienwagen auf den Markt bringen, der nicht rangiert werden kann. Doch in diesem Fall übernehmen die Retourfahrten komplett die zwei vorderen E-Motoren.

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Die 20 Mehr-PS haben aber noch einen anderen Grund. Ferrari möchte den Roma nämlich etwas oberhalb des Portofino positionieren. Aber nicht zu hoch, zum deutlich teureren 812 Superfast. Der ist mit seinen 800 Pferdestärken aber schon eine ganz andere Welt, und dann gibt es da ja auch noch den SF90 mit derer 1000, wer also ein wenig Platz für Golfbags und Einkaufstaschen benötigt, dennoch aber unbedingt ein Auto mit dem springenden Pferd im Logo fahren möchte, der kommt in Modena tatsächlich nicht schlauer weg als mit dem – zumindest im Vergleich zu seinen Kollegen – vernünftigen Roma.

Ja, aber wie vernünftig ist er nun? Über so etwas Banales wie den Listenpreis sprach man in der elitären Runde in Italiens Hauptstadt natürlich nicht. Gehen wir aber einmal davon aus, dass man mit 190.000 Euro einigermaßen richtig liegt. Vor Steuern, natürlich.

Kommentare (3)

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paulrandig
0
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Es mag ein Vorurteil sein,...

...aber ich freue mich immer wieder, wenn es sich bestätigt:
Die Italiener haben einfach saugute Designer.

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uno01
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Sehr schön

Zum Glück kein SUV. Noch dazu kein SUV Coupe die zurzeit ja aus jeder Ecke raus kommen.
Die Italiener haben zwar wenig was sie raus bringen aber das was kommt überzeugt.

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pescador
0
13
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Sehr schönes Auto!

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