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Ab 2020Infiniti zieht sich aus Europa zurück

Infiniti gibt auf: Die Hintergründe zum Aus der Japan-Edelmarke in Europa - und wie es in Österreich weitergeht.

© INFINITI
 

Diese Woche gab Infiniti, die japanische Edelmarke von Nissan, den Rückzug aus Westeuropa bekannt. Man wolle sich auf China, die USA, Russland etc. konzentrieren, wo man sich bessere Zukunftschancen ausrechnet. Dass der Infiniti-Motor stottert, war bekannt. Dass er so schnell ausläuft, verwundert, weil das Zukunftsszenario einer voll elektrifizierten Infiniti-Luxusmarke durchaus Charme gehabt hätte.

Auch für Spes-Geschäftsführer Konrad Othmar Spes kommt das komplette Aus - März 2020 wurde von Infiniti als Termin genannt, dann wird der Verkauf beendet - überraschend: Immerhin hatte man 2010 die Österreich-Verantwortung für die Marke Infiniti erhalten und 2012 in Brunn am Gebirge einen Infiniti-Flagship-Store eröffnet (samt Nissan-Schauraum). Größe der verbauten Nutzfläche: stattliche 3800 Quadratmeter. „Aber ich muss gleich klarstellen: Es wird weiter Service für unsere Infiniti-Kunden geben, genauso wie Garantien und Gewährleistungen. Und wir werden keine Mitarbeiter bei Spes entlassen und auch den Standort in Brunn am Gebirge nicht schließen“, erklärt Spes.

40 bis 50 Verkäufe pro Jahr

Denn das Umfeld in Brunn am Gebirge habe sich zu einer „Automeile“ mit anderen Autohäusern gewandelt, und auf das schwindende Infiniti-Geschäft habe man schon früher reagiert: mit der Vergrößerung des Gebrauchtwagen-Geschäfts etc. Denn nur 40 bis 50 Infiniti seien zuletzt jährlich im Schnitt verkauft worden, die in Österreich angemeldete Zahl sei noch niedriger gewesen. Die großen SUVs hätten gefehlt. Wirtschaftlich habe das Aus deshalb keine Auswirkungen.

Spes - man verkauft Nissan, Suzuki, Volvo - wolle sich jetzt einmal orientieren: Spekulationen über einen Elektroschwerpunkt oder einer weiteren Marke am Standort Brunn am Gebirge will Spes nicht kommentieren. „Das ist noch zu früh. Es gibt viele Ansätze. Aber im Leben wirst du an dem gemessen, was du getan hast - nicht an dem, was du gedacht hast.“ Außerdem müssten jetzt die Verhandlungen mit Infiniti folgen, denn man habe eine zweijährige Kündigungsfrist. Und Infiniti wolle sich kulant um eine einvernehmliche Lösung bemühen, heißt es.

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