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Insekten und CoWas bei ungebetenen tierischen Beifahrern zu tun ist

Schreckmomente durch tierische Begegnungen im Straßenverkehr sind nicht selten. So geht man damit um.

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Schreckmomente durch tierische Begegnungen im Straßenverkehr sind nicht selten. So geht man damit um. "Wenn man sich erschreckt, setzt das bewusste Handeln kurzzeitig aus – beim Autofahren kann das zu gefährlichen Situationen führen", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. "Entsprechend wichtig ist es, dennoch verhältnismäßig zu reagieren, einen möglichst kühlen Kopf zu bewahren, zu versuchen, sein Handeln rasch unter Kontrolle zu bekommen und ein plötzliches Abbremsen oder Verreißen zu vermeiden."

Faktoren, die zum Erschrecken führen, gibt es für Fahrzeuglenker immer wieder: Unerwünschte Mitfahrer wie zugeflogene Bienen oder verirrte Wespen und Spinnen, aber auch größere Tiere, die plötzlich auf die Fahrbahn laufen. Und auch der mitgeführte Hund kann aufgeschreckt reagieren und dadurch den Lenker von der Fahraufgabe ablenken. "Bei unerwarteten Ereignissen, die einen intensiven Reiz auslösen, antwortet der Körper blitzschnell. Stresshormone werden sofort ausgeschüttet, Muskelspannung und Herzfrequenz nehmen zu, um uns im Optimalfall rasch reagieren zu lassen. Das Herz schlägt sprichwörtlich 'bis zum Hals'", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

Wichtige Tipps

- Fenster, Schiebedach oder Verdeck sollten beim Abstellen des Fahrzeuges geschlossen werden.
- Bei Belüftungsvorgängen durch offene Fenster während der Fahrt sollte man sich bewusst sein, dass eine Biene oder Wespe "zusteigen" könnte. Insektengiftallergiker sollten grundsätzlich die Lüftung bzw. Klimaanlage bevorzugen.
- Wer schon weiß, dass er sich ekelt oder bei Insekten im Auto zu Panik neigt, sollte sein Fahrzeug nicht in der Nähe von Bienenstöcken, blühenden Pflanzen, vollen Mülltonnen o.ä. parken.
- Aufmerksam sein sollte man auch beim Pflanzeneinkauf und -transport. Ein Kontrollblick ist sinnvoll, Käfer, Bienen oder Spinnen machen sich manchmal erst nach Stunden oder Tagen als "Beifahrer" bemerkbar.
- Bemerkt man beim Einsteigen, dass sich ein tierischer "Beifahrer" ins Auto verirrt hat, sollte man sich unbedingt vor der Abfahrt darum kümmern und erst losfahren, wenn der blinde Passagier wieder draußen ist.
- Während der Fahrt: Ruhig bleiben, nicht herumfuchteln, die Hände am Lenkrad lassen und bei der nächsten sicheren Möglichkeit anhalten. Auch den Blick von der Straße zu nehmen ist meist gefährlicher als das Tier selbst.
- Besonders aufpassen müssen Motorradfahrer, die meist keine Chance haben, das Tier ohne Stich loszuwerden. Daher immer mit geschlossenem Visier fahren und nie die Bekleidung offen lassen.
- Ganz gleich ob Fußgänger, Radler, Motorrad- oder Autofahrer – wer weiß, dass er unter einer Insektengiftallergie leidet, sollte stets ein Notfallset mit sich führen und im Falle eines Stiches sofort die Medikamente einnehmen.

Wie viele Unfälle passieren, weil sich ein Fahrzeuglenker erschreckt hat, ist nicht statistisch erfasst. Man kann aber davon ausgehen, dass ein z.B. Teil der rund 300 Unfälle mit Personenschaden pro Jahr, ausgelöst durch Wildtiere, passiert, weil der Lenker sein Fahrzeug verreißt oder "starr vor Schreck" nicht richtig reagiert.

Doch was, wenn man sich aufgrund eines Insekts an Bord so sehr erschreckt, dass es tatsächlich zu einem Unfall kommt? Die ÖAMTC-Expertin erklärt: "Für Schäden an anderen Autos springt die Kfz-Haftpflichtversicherung ein. Beim eigenen Auto braucht es eine Kasko-Versicherung, die eventuell auch prüft, ob der Fahrer grob fahrlässig gehandelt hat. Ist das der Fall, bleibt man unter Umständen auf einem Teil des Schadens sitzen."

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