AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Weltpremiere des Jaguar I-PaceDie Autowelt blickt auf Graz

Das gab es in der Steiermark noch nie: Jaguar zelebriert am 1. März bei Magna in Graz die Weltpremiere des Elektroautos I-Pace.

Der I-Pace geht an die Dose. Das erste E-Auto ist ein Meilenstein für Jaguar, aber auch für Magna © JAGUAR
 

Den Reizen der Steiermark erlagen schon einige Automobilhersteller. Zuletzt flogen Porsche- und Peugeot-Medienvertreter aus aller Welt ein, um neue Modelle an der Weinstraße testen zu lassen. Doch für eine Weltpremiere reichte es bislang nie. Diese zelebrieren die Autobauer vorzugsweise auf großen Automessen oder in angesagten Metropolen.

Jetzt aber beschert Jaguar der Grünen Mark erstmals eine automobile Uraufführung – und seinem Auftragsfertiger Magna-Steyr eine ganz besondere Ehre. Zeigte die Edelmarke den ebenfalls in Graz vom Band laufenden E-Pace noch in London, werden die Briten die Serienversion ihres ersten Elektroautos am Abend des 1. März bei Magna in Graz enthüllen. Erst fünf Tage später wird Jaguar dann den I-Pace auf dem Genfer Salon der Öffentlichkeit präsentieren.

Modellvorstellung: Jaguar I-Pace

Der I-Pace ist der Vorbote des ersten elektrisch angetriebenen Jaguar-Modells, dessen Serienversion Ende 2017 vorgestellt, bei Magna-Steyr in Graz gebaut wird und 2018 in den Handel kommt. Preislich soll das fünfsitzige Elektro-SUV bei rund 70.000 Euro liegen, also unter dem Model S von Tesla.

JAGUAR

Spätestens als Jaguar 2015 angekündigt hat, in der Formel E an den Start zu gehen, war klar, dass die Briten an einem Elektroauto arbeiten und dessen Technik in der Rennserie in die Auslage stellen. Bei der Reichweite machen die Briten eine Ansage: Sie soll nach dem NEFZ bei mehr als 500 Kilometern liegen.

JAGUAR

In Vorder- und Hinterachse integrierte Elektromotoren (ergibt also Allradantrieb) mit einer maximalen Gesamtleistung von 294 kW (400 PS) und einem Drehmoment von 700 Newtonmetern lassen den I-Pace in weniger als vier Sekunden von 0 auf 100 km/h schnellen.

JAGUAR

Das seriennahe I-Pace Concept ist 4,68 Meter lang und beansprucht weniger Verkehrsfläche als ein mittelgroßes SUV, bietet aber das Platzangebot eines im nächsthöheren Segment positionierten Modells. Der Radstand von 2990 Millimeter spendet großzügige Platzverhältnisse und die Kniefreiheit auf der Rückbank liegt auf einem sonst nur in Full-Size-SUVs anzutreffenden Niveau.

JAGUAR

Es ist möglich, die Lithium-Ionen-Batterien mit 90 kWh an einem Gleichstrom-Anschluss mit 50 kW in 90 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität aufzuladen. In etwas über zwei Stunden sind sie wieder zu 100 Prozent gefüllt.

JAGUAR

Dank einer Wärmepumpe wird die Effizienz des Systems im Winter gesteigert. Sie ist weitaus wirkungsvoller als ein konventionelles elektrisches Heizgerät, weil zum Aufwärmen des Fahrgastraums Energie aus der Außenluft genutzt und nicht die Ladung der Bordbatterie angezapft wird. Als Folge kann sich die Reichweite des I-Pace Concept um weitere 50 Kilometer vergrößern; selbst bei Temperaturen von unter null Grad Celsius.

JAGUAR

Fahrer und Beifahrer sitzen in schlank geformten Sitzen und niedriger als in einem herkömmlichen SUV. Der Instrumententräger ist tief angeordnet, die reduzierten Bedienelemente betonen die Größe des Innenraums zusätzlich. Mit Druckknöpfen kann der Fahrer die Fahrstufen D, N, P und R einfach per Daumendruck anwählen.

JAGUAR

Da der I-Pace keinen Kardanwellentunnel braucht, nutzt Jaguar den Raum für eine acht Liter große Ablage zwischen den Sitzen. Anstelle des traditionellen Schaltknaufs finden sich clevere Staufächer für Smartphones, Schlüssel oder andere kleine Gegenstände. Trotz der flach und sportlich abfallenden Heckscheibe fasst der Kofferraum 530 Liter. Er wird ergänzt um einen zweiten, 38 Liter großen Stauraum unter der Vorderhaube.

JAGUAR

Der primäre Informations-Hub gruppiert sich um einen zwölf Zoll großen und bündig mit dem Instrumententräger eingesetzten TFT-Touchscreen. Unterhalb davon angeordnet ist ein zweiter, 5,5 Zoll großer und ebenfalls berührungssensitiver Bildschirm. Er ist angebunden an zwei lasergeätzte Aluminium-Drehregler mit darin integrierten, hochauflösenden Runddisplays. Über diese Regler können die Insassen unter anderem Infotainment- und Klimaeinstellungen vornehmen.

JAGUAR

Weiters findet sich im I-Pace Concept ein konfigurierbares HD-Kombiinstrument mit zwölf Zoll Diagonale sowie ein farbiges Head-up-Display. Zugleich gibt es ein Dreispeichen-Lenkrad mit kapazitiven Multifunktionstasten. Sie bleiben solange unsichtbar, bis sie berührt werden.

JAGUAR
1/10

Die spektakuläre Inszenierung in Graz steigt in der neuen Jaguar-Karosseriehalle. Die Einladungsliste ist handverlesen, knapp 300 Gäste aus allen Ecken der Welt werden erwartet: erste Kunden, Marken-Botschafter, Celebrities und ausgesuchte Medien. Am nächsten Tag sollen Gäste auf dem Testgelände von Magna auch erste Fahreindrücke sammeln können. Die Show ist gleichzeitig auch der Startschuss für die Serienfertigung bei Magna. In Österreich wird der I-Pace voraussichtlich Ende Juni bei den Händlern stehen.

Jaguar I-Pace

Der fünfsitzige Elektro-Jaguar wird auf dem Markt mit großer Spannung erwartet. Gilt der 4,86 Meter lange I-Pace doch als erster Stromer, der Tesla ausbremsen kann. Bei einer Reichweite von realistischen 400 Kilometern und Top-Fahrleistungen (400 PS, 700 Nm, 0–100 km/h unter vier Sekunden) sollte die Nachfrage deutlich über den kolportieren 20.000 Stück pro Jahr liegen. Die Preise sollen demnächst fixiert werden: Hinter vorgehaltener Hand spricht man von 80.000 Euro.

Kommentare (9)

Kommentieren
scionescio
3
3
Lesenswert?

Es gab schon vorher keinen vernünftigen Grund, sich einen unausgereiften, unsicheren und völlig überteuerten Prototypen namens Tesla zu kaufen ...

... mit dem Jaguar gibt es jetzt einen ernstzunehmenden Stromer von einem richtigen Autobauer mit gutem Qualitätsniveau - leider immer noch mit Zwischentechnologie „Akku“.

Antworten
neverthesame
5
2
Lesenswert?

Simma a bissi a superg'scheitern?

So einer, der einfach die Brocken hin knallt und sich zu gut für lästige Begründungen ist? Bin voll beeindruckt.

Antworten
scionescio
0
5
Lesenswert?

@never: wenn du so einfach zu beeindrucken bist ...

.... warum sollte ich mir dann mehr Mühe geben?

Antworten
Puntigamersturmgraz
0
1
Lesenswert?

LooooooooL

geile Antwort

Antworten
paulrandig
1
4
Lesenswert?

Es muss wohl auch Zwischentechnologien geben.

Jetzt ist vorerst einmal die Entwicklung der passenden Antriebsvarianten und deren Programmierung angesagt. Wie treibe ich ein Auto mit Strom richtig an? Dass es hier völlig andere Möglichkeiten gibt als mit der umständlichen Kraftübertragung der Verbrenner, beginnt sich allmählich herumzusprechen. Und als Speicher nehmen wir das, was halbwegs gut funktioniert. Parallel wird derzeit zweifellos in unzählige Richtungen geforscht und entwickelt. Und es ist abzusehen, dass beispielsweise Brennstoffzellen den Akkus früher oder später den Rang ablaufen werden.
Doch die gesamte Entwicklung aufzuhalten, nur weil ein Teil noch nicht so weit ist, wäre doch auch nicht schlau.

Antworten
Miraculix11
0
3
Lesenswert?

@paulrandig

Dasselbe habens auch schon vor 100 Jahren gesagt als die damals hochmodernen Elektroautos wieder verschwanden.

Antworten
scionescio
0
4
Lesenswert?

@Paul: Ganz deiner Meinung - am E-Motor wird kein Weg vorbeiführen!

Es ist nur traurig, dass ein Märchenerzähler aus reiner persönlicher Profitgier dem ganzen Thema einen Bärendienst tut und deutlich mehr schaden als Nutzen anrichtet!
Statt vernünftig Fahrzeuge für Ballungszentren anzubieten, werden übergewichtige Pseudosportwagen für uninformierte Angeber mit einem unterirdischen Qualitätsniveau auf den Markt geworfen.
Musk hat bis heute kein Recyclingkonzept für den in seinen Fahrzeugen verbauten Sondermüll namens Akkupack - wenn auch in ihrem zweiten Leben als Pufferbatterie bei den Ladestationen ausgedient haben, werden sie in Afrika verbrannt ...
Musk hat nichts erfunden, sondern sich bei Tesla eingekauft und alle Terminpläne dramatisch gekürzt um Erster zu sein - mit den bekannten Folgen (Tote wegen unausgereiftem sogenannten Autopilot und völlig unzureichender Sensorik).
Die Tesla Akkuzellen haben die weltweit dünnsten Folien - damit schafft man mehr Kapazität bei gleichem Raumbedarf - alle seriösen Hersteller sind allerdings der Meinung, dass das Brandrisiko bei einer Deformation (zb Unfall) viel hoch ist und verzichten darauf, obwohl sie damit locker die Kapazitäten verdoppeln (und damit auch die Reichweite) verdoppeln könnten - warum wohl?
Das der Akku als Technologie gesamtheitlich betrachtet der Umwelt mehr Schaden als Nutzen zufügt, ist unter Experten als wissenschaftlich untermauertes Wissen mittlerweile ohne Diskussion.
Wenn jetzt unwissende Politiker auf den falschen Zug aufspringen ...

Antworten
scionescio
0
4
Lesenswert?

... und viel Geld in eine Sackgasse investiert wird

... wird man auch mindestens so lang mit dieser falschen Technologie leben müssen, weil die Lobbyisten der Investoren dafür sorgen werden, dass sich die Investments amortisieren - an die Umwelt denkt dabei mit Sicherheit niemand, weil die fast immer nur Mittel zum Zweck ist.
Das größte Problem heutzutage ist, dass man überschüssigen, nachhaltig produzierten Strom (zb Windkraft) nicht vernünftig speichern kann (Akkus sind da aus vielen Gründen völlig ungeeignet und werden es wegen bestimmter physikalischer Gegebenheiten auch bleiben) - da drängt sich die Erzeugung von Wasserstoff nahezu auf.
Wenn da die richtige Infrastruktur aufgebaut würde, wären wir umwelt- und energiemäßig ein großen Schritt in die richtige Richtung weiter.
Honda, Toyota, Hyundai, Mercedes, etc. haben Brennstoffzellen Fahrzeuge im Angebot, die jedem Stromer überlegen sind ... aber der Glückritter in eigener Sache (Musk) hat es leider geschafft, unwissende Journalisten und Politiker mit seinen Märchen vor seinen Karren zu spannen - er persönlich verdient sich eine goldene Nase und die Menschheit/ Umwelt verliert wieder einmal viele Jahre!

Antworten
sewizzard
0
2
Lesenswert?

Ganz ehrlich

Deine 2 postings gehören ausgedruckt und jedem Politiker sowie jedem Journalisten in die Hand gedrückt.

Ich persönlich finde die cng technologie von Audi (g-tron) auch recht interessant, sowie generell das Thema E-fuels.

Antworten