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Ehrendoktorat für Maria Kolesnikowa

Der belarusische Flötistin und Politikerin Maria Kolesnikowa wurde von der Kunstuniversität Graz das erst dritte Ehrendoktorat der Uni verliehen. Seit September 2020 sitzt Kolesnikowa als politische Gefangene in Haft. Das Ehrendoktorat soll auf ihre Bemühungen für eine freie und demokratische Welt aufmerksam machen.

Im György-Ligeti-Saal des Mumuths wurde das erst dritte Ehrendoktorat der Kunstuniversität Graz verliehen.
Senatsvorsitzender Wolfgang Hattinger: "Die Auszeichnung soll dafür sorgen, die Arbeit Maria Kolesnikowas zu ehren und dafür zu sorgen, dass ihr Opfer nicht in Vergangenheit gerät." Bereits 2021 wurde Kolesnikowa gemeinsam mit ihren politischen Mitstreiterinnen Swetlana Tichanowskaja und Veronika Zepkalo vom Styria-Verlag mit dem Fritz-Csoklich-Preis ausgezeichnet.
Laudatorin Olga Shparaga erzählte die Lebensgeschichte der Flötistin, die sich nach einem zehnjährigen Aufenthalt in Deutschland 2020 in ihrer Heimat Belarus politisch aktivierte und mit dem "Frauentrio" gegen den Machtinhaber Präsident Alexander Lukaschenko aufbegehrte und für ein demokratisches Belarus einstanden. Während ihre beiden Mitstreiterinnen nach der Wahl das Land verließen, blieb Kolesnikowa und wurde als politische Gefangene inhaftiert und zu elf Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Verleihung des Ehrendoktorats sollte eigentlich Kolesnikowas Schwester Tatsiana Khomich beiwohnen, doch diese weilt zwar in Graz, doch konnte aufgrund einer plötzlichen Erkrankung nicht teilnehmen.
Gekommen sind zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kultur, Gesellschaft.