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Unesco-Welterbe in Italien, das kaum jemand kennt

Mit 58 Welterbestätten der Unesco ist Italien führend unter den Nationen der Welt. Viele sind berühmt, aber diese zehn kennt kaum jemand.

vor 3 Jahren27. September 2023 um 04:09
Leute & StarsReisen
Im Piemont und der Lombardei liegen die neun Heiligen Berge, die Sacri Monti. Sie umfassen neun weitläufige Kapellenanlagen und andere Pilgerstätten, die im späten 16. und 17. Jahrhundert auf Bergen und an Seen errichtet wurden. Dazu gehören der Sacro Monte von Varallo, Crea, Orta, Varese, Oropa, Ossuccio, Ghiffa, Domodossola und Belmonte. 
Auf einem Hügel sitzt Urbino, wie so viele andere Städte in der Region Marken. Dennoch ist der Ort anders – denn er ist architektonisch zu großen Teilen in der Renaissance stehen geblieben. Urbino erlebte im 15. Jahrhundert eine große kulturelle Blüte, zog Künstler und Wissenschaftler aus ganz Italien und darüber hinaus an. Im 16. Jahrhundert aber folgte eine Zeit der wirtschaftlichen und kulturellen Stagnation, weshalb die kleine Stadt ihren Zustand im Zentrum konserviert hat.
 Im Jahr 1908 wurde in Ivrea nahe Turin das Unternehmen Olivetti gegründet. Allerdings betrachtete es nicht nur Schreibmaschinen und später Elektronikgeräte als sein Projekt, sondern die ganze Stadt und ihre Menschen. Die Neubauten der expandierenden Firma ließ man von namhaften Architekten entwerfen, die Ivrea ihren Designstempel aufdrückten. Die „Colonia Olivetti“ und die ehemaligen Fabriken sind seit 2001 das „Freilichtmuseum der Olivetti-Bauten“.
Als erste Stätte in Italien wurden die Felsritzungen des Valcamonica in der Lombardei 1979 auf die Unesco-Liste gesetzt. Auf einer Strecke von 25 Kilometern wurden inzwischen rund 200.000 prähistorische Petroglyphen in den Felsen entdeckt, die das Leben der Menschen über einen Zeitraum von rund 10.000 Jahren dokumentieren.
Das Orciatal (Val d’Orcia) liegt im Hinterland von Siena in der Toskana und zählt seit 2004 zum Welterbe: Im 14. und 15. Jahrhundert wurde es gezielt umgestaltet, um das idealisierte Modell einer guten Regierung durch den damaligen Stadtstaat widerzuspiegeln und eine ansprechende Landschaft mit weiten Ebenen und kegelförmigen Hügeln mit Dörfern darauf zu schaffen. Diese wiederum inspirierte viele Künstler der Renaissance.
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