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Inflation bedroht Lebensstandard

Sozialminister Johannes Rauch lud am Montag zu einem Lebensmittelgipfel, der ohne Ergebnisse zu Ende gegangen ist. Im März verteuerten sich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in Österreich im Schnitt nach HVPI-Berechnung um 14,6 Prozent. Im Grazer Citypark erzählten Steirerinnen und Steirer, wie sie mit steigenden Preisen und hoher Inflation leben und umgehen.

Der Frohnleitner Günther sieht vor allem die Einmalzahlungen kritisch, denn sie kämen nicht da an, wo es nötig wäre. Die Teuerungen spürt er persönlich nicht nur in Bezug auf Lebensmittel: "Es ist auch das ganze Umfeld. Es sind auch die anderen Dinge, die man einmal gehabt hat. Das breite Umfeld an Kultur, an Sport und an Möglichkeiten des Vergnügens. Das fällt flach."
Die Grazerin Sylvia verzichtet vor allem auf teures Fleisch. Auch bei Obst und Gemüse versucht sie zu sparen und baut manche Lebensmittel in ihrem eigenen Garten an: "Wenn ich etwas Teures sehe, sag ich: 'Nein, das brauche ich nicht, das muss ich nicht essen.'"
Für Hanna aus Graz zeigt sich durch die steigenden Preise auch der Lebensstandard gefährdet: "Es ist schon sehr, sehr bedauerlich und auch bedrohlich", meint die Grazerin und verdeutlicht: "Man schaut dann wirklich nur auf die Preise und welche Angebote es gibt. Da muss man sich das dann überlegen, ob man sich das noch leisten kann."
Anik blickt trotz der ständigen Teuerungen optimistisch in die Zukunft: "Zurzeit müssen wir mehr darauf schauen, dass wir die reduzierten Sachen erwischen, aber es wird von Zeit zu Zeit auch wieder besser", meint der junge Grazer.
Gewohnheiten zu überdenken, ist für Fabian aus Graz ein möglicher Weg, um den steigenden Preisen zu entkommen: "Man kann sich umschauen, wo es was günstiger gibt, oder vielleicht andere Produkte kaufen." Lebensmittel direkt vom Bauern und der Wechsel des Stromanbieters sind für den Grazer ebenfalls realisierbare Alternativen zu teuren Anbietern und Produzenten.