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Erich Schaflinger: "Wenn nicht genügend Personal da ist, müssen wir reagieren"

Eine Diskussionsveranstaltung an der MedUni Graz, die am Freitag stattfand, sorgt bei der FPÖ für Aufregung, speziell Aussagen von Erich Schaflinger, dem ärztlichen Leiter des LKH Hochsteiermark.

Erich Schaflinger (l.) und Marco Triller
© Johanna Birnbaum; FPÖ
Erich Schaflinger (l.) und Marco Triller
Johanna Birnbaum
Redakteurin Regionalredaktion Leoben

Ein Spitalsgipfel an der MedUni Graz, bei welchem unter anderem der prekäre Personalmangel beim Pflegepersonal sowie bei den Ärztinnen und Ärzten Thema war, sorgt nachhaltig für Aufregung - vor allem bei der FPÖ. Anlass dafür sind klare Worte von Erich Schaflinger, ärztlicher Direktor des LKH Hochsteiermark mit den Standorten Leoben, Bruck und Mürzzuschlag sowie Leiter der erst kürzlich geschaffenen Koordinationsgremiums zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung im Spitalsbereich wie auch im niedergelassenen Bereich.

Schaflinger erklärte in Graz, dass nicht jeder Bürgermeister sein Spital haben könne und man um Standortschließungen nicht herumkommen werde. "Aus freiheitlicher Sicht kann diese Aussage nur als gefährliche Drohung gegenüber den Spitalsstandorten verstanden werden", empört sich der FPÖ-Gesundheitssprecher Marco Triller. "Die Zusperrpolitik verschlechtert die Versorgung in den Regionen und auch im Personalbereich bringt sie nicht den erhofften Effekt", führt er aus.

Restrukturierung und Adaptierung

Erich Schaflinger stellt am Montag auf Anfrage der Kleinen Zeitung klar: "Ich stehe dazu, dass man aufgrund der personellen Entwicklung etwas tun muss. Deshalb werden Standorte, dem Personal und der fachlichen Ausrichtung entsprechend, restrukturiert und adaptiert. Daran wird sich auch die liebe FPÖ gewöhnen müssen. Wenn nicht genügend Personal vorhanden ist, müssen wir reagieren." Derzeit werden Pläne ausgearbeitet. Eine Erstfassung solle es Anfang Juni geben, die dann mit Landeshauptmann Christopher Drexler zu besprechen sei.

Eines bestätigte Schaflinger wieder: Die Gefäßchirurgie bleibt am Standort Bruck. Es hat in den vergangenen Wochen immer wieder Gerüchte gegeben, dass diese nach Leoben abwandere. Auf Schiene sei die Planung der Psychiatrie am Standort Bruck, die "zeitnah" gebaut werden soll.

Fehlende Anästhesisten

Dass die Intensivstation in Bruck nur sehr gering belegt sei, stimme nicht. "Es wurden die Diensträder der Anästhesie umgestellt, weil es noch immer einen akuten Mangel an Anästhesisten gibt. Das ist auch damit begründet, dass man mit dieser Facharztausbildung keine Ordination betreiben kann, außer man macht das als praktischer Arzt", erklärt Schaflinger.

Triller fordert von der zuständigen Landesrätin Juliane Bogner-Strauß, "die Karten auf den Tisch zu legen. Es braucht seriöse Konzepte und klare Spezialisierungen sowie die Aufrechterhaltung einer Grundversorgung in allen Regionen. Wir werden die Pläne der Kages und der Landesregierung noch kritischer im Auge behalten", so Triller.

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