"Leib & Söl" zahlt 23.000 Euro an Spender zurück
Die Gläubiger haben den Sanierungsplan von "Leib & Söl" angenommen. Der gemeinnützige Verein ist jetzt zwar schuldenfrei, der Fortbestand ist allerdings ungewiss. Eingegangene Spenden für den Erhalt werden jetzt rückerstattet.

Insgesamt 23.000 Euro sind nach dem Spendenaufruf vom gemeinnützigen Verein "Leib & Söl" auf dessen Konto eingegangen - 13.000 Euro in Form von Kleinspenden und eine Großspende von 10.000 Euro. Jetzt soll das Geld den Spenderinnen und Spendern rückerstattet werden.
Der Grund: nach seiner Insolvenz im November hatte der Verein "Leib & Söl" zum Erhalt seiner Einrichtungen eine großangelegte Spendenaktion gestartet. Das Ziel: die 20-prozentige Mindestquote (229.000 Euro), die den Gläubigern angeboten worden war, mittels Spenden zusammenzubringen. Der Plan des damaligen Betreibers der Tagesförderstätten in Passail, Frohnleiten und Weiz selbstständig zu bleiben, ging allerdings nicht auf.
Zukunft des Vereins ist ungewiss
Mit Februar übernahm die Chance B als neuer Träger sämtliche Einrichtungen (samt Mobilen Diensten und Trödlerladen). Durch die rasche Übernahme konnte die Versorgung der 124 Klientinnen und Klienten sichergestellt werden. Die 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden von der Chance B übernommen.
Mitte Februar stimmten die Gläubiger nun dem Sanierungsplan und der angebotenen Mindestquote von 20 Prozent zu. Der Verein ist jetzt zwar entschuldet, ob er weiter bestehen bleibt ist derzeit allerdings unsicher. Von den 130 ordentlichen Mitgliedern sind 19 aus dem Verein ausgetreten. "Mit den restlichen 111 wird es Ende März eine Jahreshauptversammlung geben, bei der auch der Vorstand neu gewählt wird", sagt Noch-Obmann Christian Gikopoulos. Der aktuelle wird geschlossen zurücktreten.


