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Kultur

Literarische Orte in Kärnten

Musil-Museum, Bachmann-Haus, Sift. St. Paul: Kärnten ist reich an literarischen Plätzen - viele berühmte Literaten und Literatinnen prägten das Land, an vielen Orten gibt es literarische Schätze zu sehen. Ein kleiner Überblick.

vor 4 Jahren14. Jänner 2023 um 05:09
Klagenfurt LandChronik
WolfsbergSankt Veit an der GlanVölkermarkt
Musil-Museum. Das Geburtshaus von Robert Musil (1880 bis 1942) ist nicht nur für Freunde des in Klagenfurt geborenen Autors von „Der Mann ohne Eigenschaften“ interessant, das Eckhaus in der Bahnhofstraße beherbergt auch Ausstellungen über die Schriftstellerinnen Christine Lavant (1915 bis 1973) und Ingeborg Bachmann (1926 bis 1973). Untergebracht ist im Haus auch das Literaturarchiv, das zahlreiche literarische Schätze beherbergt. So finden sich dort die Vorlässe von Büchnerpreis-Träger Josef Winkler, Teile der Vorlässe von Maja Haderlap, Florjan Lipuš oder Antonio Fian sowie die Nachlässe von Autoren wie Gert Jonke (1946 bis 2009) oder Werner Kofler (1947 bis 2011). Auch Privatpersonen können in die Vor- und Nachlässe Einsicht nehmen – Anmeldung erforderlich.
Stift St. Paul. Die Stiftsbibliothek beherbergt zum Beispiel das älteste Buch Österreichs, den Ambrosius-Kodex, außerdem das „vermutlich erste Druckwerk Johannes Gutenbergs, das Missale Speciale abbreviatum“ aus dem Jahr 1450. Das Museum hat ab 1. Mai geöffnet.
Julien-Green-Grabmal. Der französisch-amerikanische Schriftsteller Julien Green (1900 bis 1998), der Werke wie „Leviathan“ schrieb und dessen Tagebüchern zur Weltliteratur gezählt werden, ist in der Klagenfurter Stadtpfarrkirche begraben.
Handke-Ausstellung. Dem Literaturnobelpreisträger Peter Handke ist in seinem Geburtsort Griffen im dortigen Stift eine Dauerausstellung gewidmet. Die täglich außer montags geöffnete Ausstellung widmet sich seinem Leben und seinen Spuren im Ort. Der Eintritt ist frei, das Museum ist von 9 bis 19 Uhr geöffnet.
Tonhof Maria Saal. Der aus dem 15. Jahrhundert stammende Tonhof in Maria Saal etablierte sich in den 1960er-Jahren als Treffpunkt vieler Größen aus Literatur, Musik und Kunst. Peter Handke, Gert Jonke, Peter Turrini, Josef Winkler, Christine Lavant (1915 bis 1973) oder H. C. Artmann (1921 bis 2000) – um nur einige zu nennen – kamen auf den Tonhof. Dessen Besitzer Gerhard Lampersberg, der die Künstler auf den Hof einlud, erkannte sich in einer Figur aus Thomas Bernhards „Holzfällen“ wieder, was nicht nur zu einer Klage, sondern Anfang der 1980er-Jahre auch zu einem Skandal führte.
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