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Chronik

Teuerungswelle

Hohe Preissteigerungen treffen auch zahlreiche Studierende. Die Wege, wie sie damit umgehen, sind verschieden. Fünf Studierende der Universität Klagenfurt erzählen, wie sie mit Preissteigerungen umgehen und wo sie in ihrem Leben Abstriche machen müssen.

vor 4 Jahren3. Oktober 2022 um 19:20
KärntenLeute & Stars
Nadine Igler, 22 Jahre aus Griffen, 1. Semester: Ich bin derzeit in Bildungskarenz, arbeite nebenbei aber geringfügig weiter. In dieser Situation muss man einfach arbeiten, weil vor allem zu Beginn des Studiums das ganze Geld in Dinge für die Uni geht. Ein Laptop, ein iPad oder sogar Notizblöcke kosten zusammengerechnet viel. Wegen der Situation reise ich jetzt auch nicht mehr so viel und fahre nicht ans Meer, sondern gehe in den Park oder an den Wörthersee.
Miriam Plewe, 25 Jahre aus Klagenfurt, 3. Semester: Ob beim Einkaufen oder beim Tanken, man merkt einfach die hohen Preise. Deshalb kaufe ich jetzt auch weniger ein. Ich habe schon richtig Sorge vor den Heizkosten und sammle auch vermehrt Rabattcoupons, was ich früher nicht gemacht habe. Nebenbei gebe ich Nachhilfe und versuche, ein Leistungsstipendium zu bekommen, um noch ein bisschen was dazuzuverdienen.
Jaro Patzelt, 20 Jahre aus Leipzig (D), 1. Semester: Ich lebe schon sehr sparsam und habe sonst eigentlich nur viel Geld für Kleidung ausgegeben. Das habe ich jetzt aber eingestellt. Nach dem Einkaufen oder auf der Stromrechnung merkt man schon die hohen Preise. Derzeit leben wir zu viert in einer WG. Das mache ich zwar nicht nur aufgrund der Kosten, aber die Lage war schon auch ein Grund, mich dafür zu entscheiden.
Paula Pfandl, 17 Jahre aus Klagenfurt, 1. Semester: Ich habe mir vor kurzem ein Motorrad gekauft und merke die Preissteigerung daher extrem beim Tanken. Schwierig wird es auch, wenn etwas plötzlich kaputtgeht und man es neu anschaffen muss. Geburtstagsgeschenke für Freunde gehen auch ins Geld, sie werden jetzt aber einfach persönlicher oder man legt jetzt mit anderen zusammen.
Lena Holzer, 20 Jahre aus Wolfsberg, 1. Semester: Am meisten merke ich die Steigerung an den Benzinpreisen. Ich fahre jetzt jeden Tag von Wolfsberg nach Klagenfurt und zahle bestimmt 200 bis 300 Euro im Monat nur für das Tanken. Ich gehe jetzt einfach weniger in Lokale essen.
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