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Politik

Präsidenten am Straßenrand

Mit Plakaten kommt der Bundespräsidentenwahlkampf auch im Alltag an. Ein Überblick über neue Plakate und alte Gesichter.

vor 4 Jahren6. September 2022 um 17:27
ÖsterreichInnenpolitik
Unter dem Slogan "Vielgeliebtes Österreich" werden in den nächsten Wochen vier Plakate von Alexander van der Bellen in ganz Österreich hängen. Sie sollen sein "Amtsverständnis abbilden", heißt es aus seinem Team und zeigen ihn am Schreibtisch, unter Leuten und in den Bergen. Damit knüpft er an seine Heimat-Erzählung vom letzten Wahlkampf 2016 an. 
Der FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz gibt sich auf seinen Plakaten "kompromisslos für Österreich". Er ortet zu viele "faule Kompromisse" in der Politik. Rosenkranz' Ziel am 9. Oktober ist es, in eine Stichwahl zu kommen.
Amtsinhaber van der Bellen hat reichlich Wahlkampferfahrung. Im Jahr 2016 dauerte der Hofburg-Wahlkampf durch Stichwahl, Wahlanfechtung und Wahlwiederholung fast ein ganzes Jahr. Damals setzte van der Bellen voll auf das Thema Heimat. In der zweiten Stichwahl brachte ihm das mehr als 53 Prozent und damit einen klaren Sieg.
Van der Bellens härtester Konkurrent damals war der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer, der mit seinem angriffigen Wahlkampf ("Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist") vielen vor Augen führte, wie viel Macht ein Bundespräsident tatsächlich hat. In der wiederholten Stichwahl unterlag er mit 46,2 Prozent.
Beim ersten Wahlgang standen 2016 vier Kandidaten und eine Kandidatin zur Auswahl: Neben Alexander van der Bellen und Norbert Hofer auch die frühere Höchstrichterin Irmgard Griss, der frühere SPÖ-Minister (und mittlerweile verstorbene) Rudolf Hundstorfer und der ehemalige ÖVP-Nationalratspräsident Andreas Khol. Die beiden Kandidaten von SPÖ und ÖVP fuhren nur etwas über 11 Prozent und damit herbe Niederlagen ein. Irmgard Griss erreichte im ersten Durchgang fast 19 Prozent, und lag damit nicht weit hinter Alexander van der Bellen (21,3 Prozent). Mit 35 Prozent bekam Norbert Hofer im ersten Wahlgang am meisten Stimmen.
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