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Kultur

Das sind die Preisträger und Preisträgerinnen

Der Kärntner Kulturpreis wird heuer wieder online vergeben. Er geht an den Filmemacher Hubert Sauper. Auch zwölf weitere Preisträger werden ausgezeichnet. Verleihung online am 18. Dezember.

vor 5 Jahren12. Dezember 2021 um 05:11
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Kulturpreis des Landes Kärnten (14.500 Euro): Seine „Werke entwickeln internationale Strahlkraft und reüssieren sowohl bei Kritikern als auch bei Publikum.“ Mit diesen Worten würdigte Landeshauptmann Peter Kaiser den designierten Kulturpreisträger Hubert Sauper (55). Der im Mölltal aufgewachsene Filmemacher studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und in Paris, 2006 wurde sein Film „Darwins Nightmare“ für einen Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert und gewann unter anderem einen César und den Europäischen Filmpreis. Zuletzt kam „Epicentro“ in die Kinos, für den Film lebte Sauper drei Jahre lang in Havanna. Die Doku wurde u. a. beim Sundance Film Festival mit dem Hauptpreis der Kategorie World Cinema Documentary ausgezeichnet und gewann bei der diesjährigen Viennale den Wiener Filmpreis.
Würdigungspreis Bildende Kunst (6000 Euro): Ob es nun ein Baum vor ihrem Haus am Radsberg oder eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn ist – stets geht Zorka L-Weiss von äußeren Phänomenen aus, um deren Strukturen in einfache geometrische Formen und farbliche Kraftfelder zu verwandeln. Mit ihrer besonderen Form der Aneignung von Wirklichkeit hat sich die 75-jährige Klagenfurterin schon vor vielen Jahren einen Fixplatz im Kärntner Kunst-Olymp erarbeitet. Sie studierte bei Max Weiler an der Akademie der bildenden Künste Wien und absolvierte die Lehramtsprüfung für bildnerische Erziehung. Bis 2003 unterrichtete sie am BRG für Slowenen in Klagenfurt. Zuletzt waren ihre Arbeiten hierzulande 2020 in der Personale „Metamorphos/ze“ in der Alpen-Adria-Galerie Klagenfurt sowie im MMKK („Fokus Sammlung 06) zu sehen. 
Würdigungspreis darstellende Kunst (6000 Euro): Sie gründete das „artemis generationentheater“ (1997 bis 2011) und ermöglicht mit ihrem Tanzfestival „Pelzverkehr“ Einblicke in gesellschaftsrelevante Positionen des zeitgenössischen Tanzes und der Performancekunst: Ingrid Türk-Chlapek (58) studierte Theater, Film- und Medienwissenschaften in Wien und Tanzwissenschaften in Salzburg. Von 1993 bis 2018 war die gebürtige Wienerin Lehrbeauftragte an den Universitäten Wien, Klagenfurt sowie an der FH Joanneum in Graz. Als Tanzjournalistin berichtete sie über namhafte Produktionen und Festivals, darüber hinaus war sie gefragte Referentin bei Tagungen. Ihr breites Wissen in Theorie und Praxis brachte sie auch als Kuratorin der zeitgenössischen Tanzaktivitäten der Stadt Klagenfurt ein (2013 bis 2020). Außerdem ist die Wahlkärntnerin bei den „Rote Nasen Clowndoctors“ tätig.
Würdigungspreis Architektur (6000 Euro): Diese Auszeichnung hat großen Symbolwert und soll anderen Kärntner Kommunen wohl als Ansporn dienen: als erste Wörthersee-Gemeinde hat Velden schon Anfang der 1980er Jahre eine kostenlose Bauberatung durch Architekten eingerichtet. Später kam ein überregional besetzter Architekturbeirat hinzu, der die Erhaltung bzw. Hebung der baulichen Qualitäten im Tourismusort gewährleisten soll. Die Unabhängigkeit dieses Beirats mit den freischaffenden Architekten gilt als wesentlicher Faktor für die positiven Entwicklungen der letzten Jahre. Für diese Kärntner Pionierleistung gibt es nun den Würdigungspreis des Landes, den stellvertretend Architekt Alfred Bramberger (Vorsitzender) und Architekt Karl Heinz Winkler (Vorsitzender bis Ende 2020) entgegen nehmen werden.
Anerkennungspreis (5000 Euro): Sie bespielen Kleinkunstbühnen ebenso wie Trambahnwaggons, Dorfgasthäuser oder das Jugendstiltheater in Klagenfurter Goethepark: Der Verein „Vada. Verein zur Anregung des dramatischen Appetits“ wurde 2005 unter anderem vom Klagenfurter Felix Strasser (39) gegründet, seit 2007 gehört dem Verein auch Yulia Strasser Izmaylova als Obfrau an. Mittlerweile hat man rund 50 Produktionen auf die Beine gestellt und Initiativen wie „Theater für den Herrgottswinkel“ (Privataufführungen mit Hauszustellung) ins Leben gerufen.
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