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Die Gauleiter der Ostmark

Regisseur Christian Hager porträtiert im neuen ORF-III-Doku-Zweiteiler „Hitlers österreichische Helfer – Die Gauleiter“ den Werdegang und die Verbrechen dieser NS-Funktionäre und zeigt deren Schicksale nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

vor 5 Jahren24. September 2021 um 13:52
Kultur
Regisseur Christian Hager porträtiert im neuen ORF-III-Doku-Zweiteiler „Hitlers österreichische Helfer – Die Gauleiter“ den Werdegang und die Verbrechen dieser NS-Funktionäre und zeigt deren Schicksale nach Ende des Zweiten Weltkriegs.
Baldur von Schirach, Gauleiter von Wien: Der Sprössling eines deutschen Adelsgeschlecht arbeitete sich innerhalb der NSDAP bis zum Reichsjugendführer hoch. Später übernahm er die Gauleitung von Wien. Die Deportation abertausender Jüdinnen und Juden bezeichnete Schirach wörtlich als „aktiven Beitrag zur europäischen Kultur“. In Nürnberg wurde er zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Hubert Klausner, Gauleiter von Kärnten (bis 1939): Klausner galt als wichtiger Parteistratege der Nazis für den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich. Der ehemalige Bundesheeroffizier übernahm später auch die Gauleitung von Kärnten. 1939 starb er plötzlich an einem Hirnschlag. Gerüchten zufolge könnte Huber Klausner auch einem Giftanschlag der SS zum Opfer gefallen sein, da er parteiintern viele Neider hatte.
Sigfried Uiberreither, Gauleiter der Steiermark: Der promovierte Jurist wurde wegen seines Ehrgeizes auch als „Dr. Übereifer“ bezeichnet. Tatsächlich war er ein williger Erfüllungsgehilfe Hitlers, vor allem in Hinblick auf die steirische Rüstungsindustrie. Uiberreither ließ während seiner Amtszeit zahlreiche Menschen erschießen, konnte jedoch nach Kriegsende flüchten. Unbehelligt von der Justiz, führte er bis zu seinem Tod ein bürgerliches Leben in Deutschland.
Hugo Jury, Gauleiter von Niederdonau: Der ehemalige Militärarzt der k.-u.-k.-Armee galt als glühender Verfechter der nationalsozialistischen „Rassenhygiene“. Dabei hatte er es besonders auf geistig und körperlich behinderte Menschen abgesehen. Als Gauleiter von Niederdonau betrieb der Mediziner mehrere Stützpunkte der „Gesellschaft für Rassenhygiene“, wo unzählige Menschen getötet wurden. Zu Kriegsende verübte Hugo Jury Selbstmord.
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