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Kultur

Millionenschwere Ausstellung

Bis in den Herbst läuft eine Millionen Euro schwere Ausstellung 30 Auto-Minuten südlich von Tarvis.

vor 5 Jahren5. August 2021 um 20:14
KärntenLand und Leute
Leute & StarsChronik
Im kleinen Bergdorf Illegio einehalbe Stunde südlich von Tarvis zeigt Don Alessio Geretti (am Foto), Pfarrer in der Pfarrgemeinde Tolmezzo, bis zum Herbst internationale Werke im Wert von mehreren Millionen Euro unter dem Titel "Cambiare" - "Veränderungen". Darunter ein Frauenkopf von Picasso (am Foto).  Auch zwei Monets sind zu sehen (in der Fotoserie hier in den nächsten Fotos). Eine Verlängerung der Ausstellung bis in den frühen Winter ist durchaus möglich.
Die Weiden im Sommeruntergang von Monet aus dem Jahre 1889 und 73 mal 92 cm groß. Der Japaner Kojiro Matsukata, Schiffsindustrie-Präsident von Kawasaki sammelte in den 1920er Jahren in Europa viele Kunstwerke, um sie in Japan auszustellen. 1922 hatte er mindestens 25 Werke von Monet im Besitz. Insgesamt sollen es rund 10.000 gewesen sein, mit einem heutigen monetären Gegenwert von 260 Millionen Euro. Doch der Reichtum war nicht von Dauer. 1927 wurden Werke versteigert. 1939 verbrannten 300 bis 600 Werke. Um während der Invasion der Nazis in Frankreich Bilder vor Kunstraub zu schützen, wurden diese versteckt. Der auf dem Foto mit dem Kurator der Ausstellung abgebildete Monet "Weiden im Sonnentuntergang" hat seine eigene Geschichte (bitte klicken Sie aufs nächste Foto und lesen Sie weiter). . .  
Die Weiden im Sonnenuntergang (am Foto in einem neutralen Licht) von Oscar-Claude Monet wurden im November 1947 gemeinsam mit weiteren 20 Werken verkauft, um laufende Spesen der Pflege der gesamten im Zweiten Weltkrieg vor Bombenangriffen und den gierigen Fingern der Nazis geretteten Sammlung zu decken. So endete das auf dem Foto abgebildete Werk  in privaten Händen. Erst jetzt wurde das Bild Monets ausgestellt.  
Zurück zum Picasso (links am Foto), dem Frauenkopf aus dem Jahr 1943, 92,1 mal 73 cm groß, der auch aus einer Privatsammlung stammt und noch kaum wo zu sehen war.  Und zur (von uns aus) Rechten des Kurators Don Alessio das nicht minder farbenstarke "Landschafts-Drama" von Giacomo Balla aus dem Jahre 1926, in der Größe von 70,5 x 100 cm.
Wenn der überaus bekannte Don Alessio eine Führung moderiert, sagen die Gäste begeistert "Oh!" und "Danke!", so wie hier vor einer Leihgabe des Pariser Museums Centre National des Artes Plastiques. Das Bild von Edmond Leroy-Dionet mit der Freiheit, die das Volk anführt, ist allerdings  eine autorisierte - und die einzige - Kopie in der Ausstellung. 
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