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Medien & Unterhaltung

Die besten Schauspielerinnen und Schauspieler

Glaubt man dem Orakel der SAG-Awards-Sieger, könnten die Schauspielkategorien heuer allesamt an People of Color gehen. Abgerechnet wird am 25. April. Alle Nominierten und ihre Chancen zum Durchklicken.

vor 5 Jahren24. April 2021 um 08:13
KinoKultur
Oscars
Für "Fargo" und "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" hat sie sich schon je einen Oscar abgeholt, nun könnte sich Frances McDormand erneut in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle vergolden - für ein viel beworbenes Herzensprojekt von ihr. Die 63-Jährige hat Chloe Zhao zum Film "Nomadland" bewegt und beide fungieren auch als Produzentinnen. Nach all den Preisen, die sie für die Rolle der Fern schon abgeräumt hat, stehen die Chancen sehr gut. Nachsatz: Dieser Kategorie fehlt der Frontrunner, denn irgendwie sind es alle.
Die 35-jährige Britin ist einer der vielfältigsten, authentischsten und gefragtesten Miminnen ihrer Generation - und bislang trotz Rollen in "Drive", "Wildlife" oder "Der große Gatsby" viel zu wenig mit Preisen bedacht. Für die Rolle des schwarzen Racheengels, den ihr Emerald Fennell in ihrem Regie-Debüt "Promising Young Woman" auf den Leib geschrieben hat, liefert Carey Mulligan hier mit Sicherheit den allerbesten Beitrag zur #MeeToo-Debatte ab. Einen Goldbuben hätte sie sich mehr als verdient.
Die schauspielerische Neuentdeckung in dieser hochkarätigen Fünferrunde der besten Hauptdarstellerinnen: die 36-jährige Soul- und R&B-Sängerin Andra Day wurde bei den Golden Globes überraschenderweise für Spiel und Gesang im Biopic "The United States vs. Billie Holiday" ausgezeichnet und gilt somit zumindest als Mitfavoritin. So etwas liebt die Academy eigentlich. Sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen, könnte dennoch schwer sein - auch, weil sie die einzig Nominierte für einen Film ist, was die Chancen traditionell eher schwächt.
Was für eine Einstiegsszene: die 33-jährige Britin brilliert in "Pieces of a Woman" in der intensiv rauen 30-minütigen Geburtsszene eingangs. Vanessa Kirby verleiht dem Netflix-Drama um eine Fehlgeburt eine unpackbare Authentizität. Angesichts der Konkurrenz und der Tatsache, dass sie die einzige Nominierung für diesen Film ist, bleibt eine Kür mit dem Oscar dennoch unwahrscheinlich.
Für "Fences" wurde Viola Davis 2017 für die beste Nebenrolle mit einem Oscar ausgezeichnet, nun könnte ihr ein weiterer Goldbube für ihr betörendes Spiel als Gertrude „Ma“ Rainey, Mutter des Blues, im intensiven Biopic "Ma Rainey's Black Bottom" winken. Erst unlängst mit einem SAG-Award geehrt, gilt sie laut dessen Orakel als Favoritin. Der Oscar für die beste Hauptrolle ging in den letzten 25 Jahren 18 Mal an die mit dem SAG-Award-Ausgezeichnete. Davis wäre die erst zweite Schwarze in 20 Jahren, die in dieser Kategorie geehrt wird. Chancen: hoch.
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