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Umwelt & Natur

Diese Lebensmittel sind die größten Klimasünder

Ja, das Thema Ernährung ist ein persönliches. Wenn allerdings 22 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen darauf zurückzuführen sind, wird es zu einem kollektiven Thema. Welche Lebensmittel für das Klima bedenklich sind, zeigt unsere Fotogalerie.

vor 5 Jahren22. Juni 2021 um 08:58
NachhaltigkeitUmwelt & Natur
Avocado.Die Avocado erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Hype: Als ballast- und mineralstoffreiche Frucht gilt sie schließlich nicht umsonst als Symbol gesunder Ernährung. Weniger "gesund" für die Umwelt sind jedoch die Folgen des Massenanbaus der Frucht. Aufgrund der hohen Nachfrage werden laut der Umweltschutzagentur Gira allein in Mexiko jedes Jahr 1500 bis 4000 Hektar Wald gerodet, um Platz für Avocadofelder zu schaffen. Zudem kommt es immer wieder zu illegalen Rodungen. Ebenfalls problematisch: Die Avocado muss erst einmal (gekühlt) zu uns transportiert werden. Dabei wird CO2 freigesetzt. Die Umweltberatung rät daher zum einen dazu, auf Avocados aus Israel oder Peru zurückzugreifen, da diese durch den emissionsarmen Schiffstransport besser abschneiden. Zum anderen sollte man auf Bio-Qualität achten: Beim Bio-Anbau wird nämlich auf chemisch-synthetische Pestizide verzichtet, wodurch 60 Prozent weniger CO2 in die Atmosphäre gelangt.
Rindfleisch. Wie man es auch dreht und wendet: Fleisch ist für das Klima sehr belastend. Laut Ökotest werden immerhin 13 Kilogramm CO2-Äquivalente für ein Kilogramm Rindfleisch ausgestoßen. Das ist eine vier Mal höhere CO2-Bilanz als für Geflügel- oder Schweinefleisch. Zur Erklärung: CO2-Äquivalente geben an, wie viel eine bestimmte Menge eines Treibhausgases zum Treibhauseffekt beiträgt. Die Initative Mutter Erde empfiehlt, auf einen gemäßigten Fleischkonsum sowie beim Kauf auf Bio-Qualität zu achten. Das Klimabündnis Österreich rechnet beispielhaft vor: 160 Gramm Rindfleisch aus konventioneller Landwirtschaft bedeuten etwa 460 Gramm CO2-Emissionen. Bei der gleichen Menge Bio-Rindfleisch sind es hingegen 290 Gramm CO2-Emissionen.
Butter. Nicht unbedenklich ist auch die Butter. Für ein Kilogramm konventionell hergestellter Butter werden 23,8 Kilogram CO2-Äquivalente ausgestoßen (Quelle: Ökotest). Der Hintergrund: Für die Herstellung von einem Kilogramm Butter braucht es circa 18 Liter Milch, also entsprechend viele Kühe. Diese bilden zum einen Methan, zum anderen fressen die Kühe nicht nur Gras, sondern (je nach Haltungsart) auch Kraftfutter mit Soja. Das wiederum hat einen langen Transportweg hinter sich, da es häufig aus Südamerika stammt. Hier gilt es allerdings zu differenzieren: So muss bei Bio-Kühen 60 Prozent des tägliche Bedarfs durch Raufutter (zum Beispiel Kleegras oder Heu) gedeckt werden, sie fressen also weniger Kraftfutter aus Soja als konventionelle Hochleistungskühe (Quelle: BIO-WISSEN). Zudem ist zu bedenken, dass Butter laut Statistik-Austria im Pro-Kopf-Verbrauch einen sehr viel geringeren Anteil (2018: 5,5 Kilogramm) ausmacht als beispielsweise Fleisch (2018: 64,1 Kilogramm).
Tiefkühl-Pommes. Achtung, heiß und fettig. Laut dem Öko-Institut schlagen tiefgefrorene Pommes mit nicht weniger als 5,7 Kilogramm CO2-Äquivalente zu Buche. Es geht dabei allerdings weniger um die Erdäpfel an sich, sondern um die aufwendige Verarbeitung dieser zu den frittierten Stäbchen. Dabei werden nämlich hohe Mengen an Energie benötigt: Schließlich müssen die Pommes getrocknet, frittiert und tiefgekühlt werden.  Wer nicht verzichten möchte: Einfach selbst machen oder aber zu Salz- oder Pellkartoffeln greifen. Damit tut man nicht nur dem Klima, sondern auch der eigenen Gesundheit etwas Gutes.
Käse. Ähnlich wie bei Butter wird auch für Käse viel Milch benötigt. Laut dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau weist beispielsweise ein Stück konventionell hergestellter Bergkäse eine Klimabilanz von 9,9 Kilogramm CO2-Äquivalente auf (im Vergleich: 8,1 Kilogramm, wenn es sich um Bio-Bergkäse handelt). Übrigens: Laut der Initiative Mutter Erde wirkt sich Bio-Milchkuhhaltung auch auf die Milchprodukte aus, da diese mit mehr hochwertigen Fettsäuren als konventionell produzierte Milchprodukte nachweislich gesünder sind. Generell gilt: Je geringer der Fettanteil des Käses ist, desto klimafreundlicher ist er. Umso weniger Fett er enthält, desto weniger Milch wurde für die Herstellung benötigt.
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