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Chronik

Starke Frauen vor den Vorhang

vor 5 Jahren7. März 2021 um 05:05
LiezenPolitik
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Martina Hopf, Landwirtin, Gaal: "In der Coronakrise habe ich den Wert meiner Arbeit neu schätzen gelernt. Regionale Lebensmittel sind wieder mehr wertgeschätzt worden. Mir kommt vor, die Menschen hinterfragen, wo ihr Essen herkommt. Ich hoffe, dass wir als Gesellschaft etwas mitnehmen aus der Krise und heimische Lebensmittel einen höheren Stellenwert bekommen."
Ulrike Steffl, St. Marein-Feistritz, Supermarktleiterin: "Wir erinnern uns an den ersten Lockdown: leergeräumte Regale, leere Straßen, keine sozialen Kontakte. Plötzlich stand das Wort "Familie" im Vordergrund. Gemeinsames Essen, Spaziergänge, Zeit zu spielen. Für Ältere wird eingekauft, Menschlichkeit groß geschrieben - ich hoffe, dieses Virus hat uns was gelehrt."
Silvia Pfiszter, mobile Pflegerin, Graz: "Der Arbeitsaufwand ist sehr viel größer geworden, wir müssen viel aufklären. Als alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern (11 und 15 Jahre alt) muss ich viel managen und unter einen Hut bringen. Für meinen Beruf würde ich mir wünschen, dass die Wertschätzung, die in der Pandemie aufgeflackert ist, auch bleibt. Ich schaue, dass ich viel in die Natur gehe zum Ausgleich."
Silke Jungbauer, Rotkreuz-Bezirksgeschäftsführerin, Kapfenberg: "Meine Tätigkeit im Vorjahr anzutreten, war etwas Besonderes. Zum einen, weil ich 2018 als Quereinsteigerin zum Roten Kreuz gekommen war, zum anderen aufgrund der Coronakrise. Wie in dieser seit einem Jahr andauernden Ausnahmesituation alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen, macht mich stolz."
Simone Lampl, Zustellerin bei der Post, Wörth bei Gnas: "Durch Corona haben wir auf jeden Fall mehr zu tun, es ist stressiger. Die Leute schätzen einen aber auch mehr: Sie warten zum Teil schon daheim und lachen einen an, weil sie endlich mal wieder andere Leute sehen. Manche richten sogar etwas Süßes her. Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Powerfrauen, die so wichtige Jobs machen."
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