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Chronik

Das sagen die Thermenbetreiber dazu

In einem gemeinsamen Schulterschluss fordern die steirischen Thermenbetriebe nun eine „rasche und kontrollierte Wiedereröffnung“. Wir haben mit Thermenbetreibern in der Region gesprochen, die die Initiative unterstützen.

vor 6 Jahren29. Jänner 2021 um 16:17
Südoststeiermark
Kein einziger Urlauber erholt sich derzeit auf der 42 Hektar großen Anlage des Rogner Bad Blumau. „Es blutet das Herz, die weitläufige Anlage nicht mit Menschen teilen zu dürfen“, sagt Eigentümer Robert Rogner und ergänzt: „Als leidenschaftliche Gastgeber vermissen wir natürlich unsere Gäste, die vielen guten Gespräche und die Lebensfreude“. Dennoch sei man zuversichtlich, bald wieder die Hoteltüren öffnen zu dürfen. Zwischenzeitlich halte der Betrieb einen engen Kontakt zu den Gästen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereiteten für den sicheren Urlaub der Gäste schon ein vielseitiges Programm für die restlichen Wochen des Jahres vor.
Auf große Feierlichkeiten musste im vergangenen Herbst beim 15-jährigen Bestandsjubiläum des H2O-Thermenresorts in Bad Waltersdorf verzichtet werden. „Wir warten schon sehnsüchtig auf unsere kleinen und großen Gäste“, sagt Geschäftsführer Christian Rotter, der die Initiative der Thermen für eine baldige Eröffnung unterstützt.„In unserem Resort steht ausreichend Platz zur Verfügung, wodurch die Corona-Vorgaben und Empfehlungen bestens eingehalten werden können“, erklärt der Chef der Erlebnistherme. Die Familien könnten dadurch wieder eine schöne Auszeit zum aktuellen, aufregenden Alltag genießen.
Der Bad Waltersdorfer Heilthermen-Geschäftsführer Gernot Deutsch ist steirischer Bundeslandvertreter der Initiative Therme Plus. „Wir waren bisher zwischen Kurbetrieben und Hotels angesiedelt und wurden nicht als eigene Branche wahrgenommen“, sagt Deutsch. Dabei hätten die Thermen schon in der Vergangenheit hohe Standards bei Hygiene und Sicherheit gesetzt, die nun eine baldige Öffnung zuließen. Die österreichischen Thermen seien sich ihrer Verantwortung bewusst.
Ein fehlender Planungshorizont sei immer negativ behaftet, sagt Christian Korn, Geschäftsführer der Parktherme Bad Radkersburg. „Marketingkampagnen sind saisonbezogen und müssen dann wieder umgeplant werden. Es geht aber auch um die Motivation der Mitarbeiter: Wir wollen ja für den Gast da sein“, erklärt er. Dem Geschäftsführer geht es aber auch um die „unzureichenden“ Förderungen der Regierung. „Wir haben zu 100 Prozent einen kommunalen Eigentümer. Daher sind wir von gewissen Unterstützungen für Private ausgeschlossen.“ Der Grundgedanke der Initiative ist, mit einer starken gemeinsamen Stimme aufzutreten – auch zur Abgrenzung von anderen Bädern wie Freibädern. „Wir freuen uns jetzt auf den Wieder-Start.“
Im Thermenressort Loipersdorf wird derzeit all das renoviert, was in einer gewöhnlichen Zeit nicht möglich wäre: Ruheräume, Restaurants, Toilettenanlagen. „Das ist das einzig Positive in dieser Zeit, dass wir hier etwas aufholen können“, erzählt Geschäftsführer Philip Borckenstein-Quirini. Einbußen in Millionenhöhe beklagt das Thermenteam und fordert nun eine Gleichstellung in Sachen Mehrwertsteuer. „Eine Senkung von 13 auf fünf Prozent, wie es bei Wellnessbetrieben bereits üblich ist, wäre der nächste logische Schritt“, meint der Thermenchef. Die Ausfallsförderungen alleine würden das derzeitige Minus nicht annähernd ausgleichen.
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