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Chronik

Das sind die Kandidaten im Bezirk

In der Südoststeiermark treten vier Listen an: Bauernbund, Freiheitliche Bauernschaft, SPÖ Bauern und die Grünen Bäuerinnen und Bauern. Die Spitzenkandidaten im Überblick.

vor 6 Jahren13. Jänner 2021 um 16:16
Südoststeiermark
Franz Uller könnte Rauch als Obmann nachfolgen. Der 49-Jährige möchte „den Lebensraum Bauernhof aufwerten“. Sein Herzblut schlägt aber für den Boden. „Klimaschutz durch Humusaufbau und alles, was mit Boden und dessen nachhaltiger Bewirtschaftung zu tun hat, ist mir wichtig“, sagt Uller. Vor allem das Thema Winterbegrünung sei wichtig. „Mein Ziel ist es, unsere Böden täglich zu verbessern, nicht nur in der Praxis, sondern auch in den Köpfen.“ Und Uller möchte sich für gute gesetzliche Rahmenbedingungen „für unsere regional sehr kleinstrukturierte Landwirtschaft“ einsetzen.
Als Alternative zum Bauernbund sieht sich die Freiheitliche Bauernschaft (FPÖ). Deren Spitzenkandidat ist Johann Lienhart aus Johnsdorf-Brunn. Er führt einen Rinderbetrieb. Als Landesobmann der Arge Mastring kenne er die Probleme der Landwirte. „Das Russlandembargo und der derzeitige Preisverfall bei Schweinen und im Holzsektor stellen viele Landwirte vor große Herausforderungen. Dem gilt es entschieden entgegenzutreten“, so Lienhart. Er will sich unter anderem für die Wiedereinführung der Mutterkuhprämie einsetzen.
Für die SPÖ Bauern will erstmals Nikolaus Bösch-Weiss aus St. Stefan/R. „die Fahnen hoch halten“ und in die Kammer einziehen. Der Volkswirt ist seit acht Jahren Landwirt. Angesichts des Klimawandels ist für ihn die Nahrungsmittelversorgung von großer Bedeutung. „Wir brauchen innovative Konzepte und viele kleine Bauernhöfe“, sagt Bösch-Weiss. Er glaubt an ein „Leben vor dem Tod“. Das schulde man den Tieren – und auch die Gesellschaft müsse das den Landwirten ermöglichen. „Gute Nahrungsmittel sind zu wenig wert.“
Ernst Heuberger betreibt eine Imkerei und Schäferei in Hohenbrugg an der Raab. Jetzt möchte der Diplomingenieur der technischen Chemie mit den Grünen Bäuerinnen und Bauern den Einzug in die Kammer schaffen. Ihm ist wichtig, dass die „Meinungsvielfalt nicht nur in der Kammer, sondern allgemein bei offiziellen Stellen gehört“ wird. Deshalb sind ihm etwa die Einbringung alternativer Sichtweisen auf die Landwirtschaft und Biolandwirtschaft als Qualitätsmaßstab ein Anliegen. Auch Kontrolle und Transparenz gehören dazu.
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