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Zehn Kisenherde im Schatten der Corona-Pandemie

Zum fünften Mal hat die Hilfsorganisation CARE den Bericht "Suffering in Silence" über die zehn am wenigsten in Medien vorkommenden humanitären Krisen vorgestellt. Klar wurde dabei: Die Corona-Pandemie machte es noch schlimmer.

Burundi, Guatemala, Pakistan und die Ukraine haben eines gemeinsam: eine schwere humanitäre Krise mit mehr als einer Million dringend der Hilfe bedürfender Menschen - und eine Welt, die ihre Not nicht sieht.   
Zum fünften Mal hat die Hilfsorganisation CARE den Bericht "Suffering in Silence" über die zehn am wenigsten in Medien vorkommenden humanitären Krisen vorgestellt. Klar wurde dabei: Die Corona-Pandemie machte es noch schlimmer. 230,4 Millionen Menschen sind in humanitärer Not. Um 40 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Die Stimmen und Geschichten von MillionenMenschen in diesen zehn Ländern bleiben internationalweitgehend ungehört.
Extreme Witterungsbedingungen und Naturkatastrophen kombiniert mit politischer Instabilität haben seit 2015 über 135.000 Menschen innerhalb der Grenzen Burundis entwurzelt.  Vertreibung, hohe Bevölkerungsdichte, zahlreiche Rückkehrer und fast 80.000 Geflüchtete aus der Demokratischen Republik Kongo (DRC) führen zu Konkurrenz um Landflächen. Infolgedessen werden die ärmsten und verwundbarsten Gruppen der Bevölkerung, hauptsächlich Frauen, auf wenig ertragreiches Land gedrängt. 2,3 Millionen Menschen sind daher auf humanitäre Hilfe angewiesen.
In Guatemala schwenken ganze Gemeinden die weiße Flagge. Seit April 2020 haben Tausende von Guatemalteken im Land begonnen, weiße Fahnen in den Straßen und aus ihren Fenstern zu hissen, um zu zeigen, dass sie Hunger leiden. Für die 10 Millionen Menschen im Land, die unterhalb der Armutsgrenze leben, hat COVID-19 eine ernste Nahrungsmittelkrise noch verschlimmert.
Die von jahrzehntelangen bewaffneten Konflikten, grassierender Armut, einer nicht enden wollenden Flut von Naturkatastrophen und der COVID-19-Pandemie heimgesuchte ZAR steht vor unzähligen Herausforderungen. In den letzten fünf Jahren gab es noch nie so viele Zentralafrikaner in humanitärer Not wie heute. Die UN warnen, dass im Jahr 2021 2,8 Millionen Zentralafrikaner, mehr als die Hälfte der Bevölkerung, humanitäre Hilfe und Schutz benötigen werden.