Große Pläne für die Revitalisierung des Gösser-Areals
Ein Architektenwettbewerb schafft die Grundlage für ein integriertes Flächenwidmungs- und Bebauungsplanverfahren. Dies verkündete Stadtrat Franz Eder Dienstagabend in der Gemeinderatssitzung.

Das ehemalige Gösserbräu ist einige Jahre lang leer gestanden. Doch im Hintergrund hat die Stadtgemeinde Spittal gemeinsam mit dem Eigentümer, der MID-Bau GmbH, in zahlreichen Sitzungen und Gesprächen Pläne für das in Zentrumsnähe befindlichen Areals erarbeitet. Ursprünglich hätte für die Fläche ein Masterplan entwickelt werden sollen, doch in Abstimmung mit dem Amt der Kärntner Landesregierung (Abt. 3 Fachliche Raumordnung), wurde festgelegt, dass stattdessen ein geladener Architekturwettbewerb ausgeschrieben wird. Auf Basis des Siegerprojektes kann schließlich das integrierte Flächenwidmungs- und Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. Die Vorgaben für den geladenen Architektenwettbewerb mit zehn Architekturbüros hat der Planungsbeirat der Stadtgemeinde Spittal in Abstimmung mit dem Ausschuss für Verkehr, Raumplanung, Stadtentwicklung erarbeitet und der Stadtrat einstimmig beschlossen.
Schwerpunktthemen bilden dabei Fragen zum Verkehr, zur Architektur und zum Städtebau sowie die Festlegung zur Nutzung. Das Projekt soll künftig das "Einfahrtstor zur Innenstadt" bilden. Die MID-Bau GmbH als Eigentümer des Gösserbräu-Areals und der östlich angrenzenden Flächen mit den Offiziershäusern(Gesamtfläche 16.727 Quadratmeter) hat nun das Büro Kastner ZT mit der Auslobung des Architekturwettbewerbes beauftragt.

Der Bauwerber hat das Projekt zweigeteilt. Westlich der geplanten Zufahrt vom Kreisverkehr zur Edlinger Straße soll eine Tiefgarage, Handel im Erdgeschoss sowie Wohnungen und Büros in den Obergeschossen entstehen. Östlich der Zufahrt sind Dienstleister, Büros, Ordinationen und Wohnungen geplant. Dem Architektenwettbewerb angeschlossen ist auch ein Ideenwettbewerb für die Parzellen von Lindner Recyclingtech und ehemals Landmaschinen Fröhlich (westlich des ehemaligen Gösserbräu). Für diese als Areal II dargestellten Flächen sollen seitens der Architekten Vorschläge zur Attraktivierung eingebracht werden.





