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Einblicke in Schloss Haggenberg

Schloss Haggenberg im nördlichen Weinviertel ist mit seinen 2000 Quadratmetern Wohnfläche das neue Zuhause der steirischen Familie Osmann geworden. Was den besonderen Reiz dieses Wasserschlosses ausmacht und warum "Platz" hier der eigentliche Luxus ist. Treten Sie ein.

Der sogenannte Tempelsaal erstreckt sich über zwei Geschoße. Die Fresken an der Wand wurden in der Vergangenheit weiß übertüncht und damit bewahrt, jetzt werden sie Stück für Stück wieder freigelegt. Das Schloss ist der Liebesgöttin Aphrodite, der römischen Venus geweiht. Sie und ihre Symbolik werden in den Räumen in unterschiedlichen Darstellungen und Zusammenhängen vor Augen geführt. Der Boden (eigentlich nur ein Unterboden) stammt aus der Hofburg und ist eine Spende des Bundesdenkmalamtes.
Die neue Schloss-WG: In der Mitte der Vorbesitzer des Schlosses, Horst Wächter (mit seinem Neffen Dario, der ebenfalls im Schloss wohnt) - flankiert von Marion und Michael Osmann mit zwei von ihren Kindern. 
Das 800 Jahre alte Schloss ist eines der wenigen, das keine Kapelle hat. Ursprünglich wurde es als Burg errichtet, dann zum Renaissance- und schließlich zum Barockschloss umgebaut. In den letzten 200 Jahren wurde als Wirtschaftsgebäude verwendet, weil die damaligen Schlossbesitzer in der Nähe ein viel eindrucksvolleres Anwesen besaßen. Horst Wächter übernahm das Haus in den 1980ern deshalb auch ohne Möbel.
Eine Brücke über dem Wassergraben ist der Zugang zum imposanten Haus, das gewissermaßen auf einer Insel steht. Der Wassergraben hat 10.000 Quadratmeter, die Insel darin ist nur 5000 Quadratmeter groß. "An Grund ist jeder umliegende Bauer hier reicher als wir", sagen die Osmanns.
Geheizt wird mit Holz-Einzelöfen. "Im Winter rücken wir als Familie einfach etwas näher zusammen", sagt Marion Osmann. Gemeint ist: Jetzt werden weniger Räume bewohnt als im Sommer. Das Haus besteht auf jeder Etage aus lauter quadratischen Räumen, die ohne Gänge aneinandergereiht sind.