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Chronik

Das sagen die Thermen dazu

Die Thermen müssen derzeit geschlossen bleiben. Wir haben bei Thermen in der Ost- und Südoststeiermark nachgefragt, was das für sie bedeutet.

vor 6 Jahren4. November 2020 um 16:04
Südoststeiermark
H2O Bad Waltersdorf: „Es gab zwar keine Infektionen in den Thermen, aber aus Verantwortung sperren wir natürlich zu“, sagt Geschäftsführer Christian Rotter. Auch im Hinblick darauf, dass durch die Maßnahmen sinkende Infektionszahlen ein Öffnen von Weihnachten bis zu den Semesterferien ermöglichen. „In dieser Zeit schließen zu müssen, wäre wirklich bitter für uns“, sagt Rotter.
Heiltherme und Quellenhotel Bad Waltersdorf: Seit der Eröffnung der Heiltherme Bad Waltersdorf sei der November immer der besucherstärkste Monat gewesen, sagt Geschäftsführer Gernot Deutsch. Man habe heuer in das Corona-Sicherheitskonzept investiert und keine einzige Infektion verzeichnet, trotzdem müsse man schließen. Die Thermenmitarbeiter seien in Kurzarbeit und es tue ihm, so Deutsch, „im Herz weh“, dass sie nun wieder auf einen Teil ihres Gehalts verzichten müssten. „Wir hoffen, dass wir wenigstens einen vernünftigen Jahresausklang hinbekommen“, hofft der Thermenchef auf eine Wiedereröffnung im Dezember.
Parktherme Bad Radkersburg: Das Vita med-Gesundheitszentrum ist geöffnet, der Thermenbetrieb eingestellt – genau in der Hauptsaison. Wie sich das auf das wirtschaftliche Ergebnis der Parktherme auswirkt, hängt von den Unterstützungen durch den Bund ab. Die beiden Geschäftsführer Christian Korn und Patrick Sax hoffen deshalb auf eine möglichst rasche Lösung. „Unser oberstes Ziel ist, dass alle Arbeitsplätze erhalten werden“, betonen sie und wissen: „Die Auswirkungen sind gravierend – auch für den gesamten touristischen Bereich.“ Der Blick geht aber in die Zukunft: Nach dem Lockdown will die Parktherme „top vorbereitet“ mit neuen Konzepten ihre Gäste überraschen.
Therme Loipersdorf: Therme Loipersdorf-Direktor Philip Borckenstein-Quirini ist sich seiner Verantwortung bewusst: „Das Ressort sichert die Existenzgrundlage vieler regionaler Zulieferer wie etwa Bäcker oder Bauern – für diese sind wir eine Lebensversicherung, zwölf Monate pro Jahr. Es bildet die Überlebensbasis hunderter kleiner Beherbergungsunternehmen in einer ländlichen Region, die sonst kaum touristischen Zuspruch hätte.“ Jetzt dürfe bei aller Wertschätzung des Skitourismus nicht auf die heimischen Thermen vergessen.
Rogner Bad Blumau: „Der November ist die umsatzstärkste Zeit im Thermenjahr, wir waren schon lange im Vorhinein ausgebucht. Natürlich ist es schade und so akribisch, wie wir unsere Präventionsmaßnahmen in den vergangenen Monaten verfolgt haben, hätten wir bestimmt weiter geöffnet bleiben können“, so Thermendirektorin Melanie Franke. Ausnahmslos alle Reservierungen wurden aufgehoben. Ihre Mitarbeiter hat Franke auch diesmal im Kurzarbeitsmodell aufgenommen. „Entlassen wird niemand. Unser Personal ist unser höchstes Gut.“ Jetzt werde man beobachten.
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