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Geheimadressen in Wien

Wenn nicht gerade der Stephansdom auf dem Programm steht, kann man Wien derzeit so leer erleben wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Vor allem, wenn man die gut gehüteten Geheimadressen in der Bundeshauptstadt kennt.

Hofburg. Dort arbeiten der Bundespräsident, die Sängerknaben und die Lipizzaner. Aber viel mehr fällt einem zur ehemaligen Kaiserresidenz dann meist schon nicht mehr ein. Das im Laufe von rund sieben Jahrhunderten gewachsene Areal der Hofburg umfasst eine Fläche von rund 24 Hektar und ist damit der größte für nicht-religiöse Zwecke erbaute Gebäudekomplex in Europa.
Hofburg. 19 Höfe, 18 Trakte, viele Museen, die Nationalbibliothek – in Wahrheit kann man in der riesigen Palastanlage, in der rund 5000 Menschen wohnen oder arbeiten, Tage verbringen, ohne dass einem fad wird. Schöner Ausklang: das Palmenhaus im Burggarten. 
Scheer. Das meistfotografierte Geschäftsportal Wiens befindet sich in der Bräunerstraße 4 – und dahinter wird in der Manufaktur Scheer seit sieben Generationen feinstes Schuhwerk hergestellt.
Scheer. Rund 300 Paar pro Jahr, alleine auf einen Termin zum Maßnehmen wartet man Monate. Höchste Handwerkskunst und Fußgesundheit verlangen das. Da versteht Markus Scheer keinen Spaß und über Preise spricht er schon gar nicht. Aber: „Wenn man ihn pflegt, wird Sie der Schuh überleben.“ Tipp: Alleine das wunderschöne Geschäft ist einen Blick wert.
Böhmischer Prater. Jeder kennt das Riesenrad. Aber nicht das von Franz Reinhardt (Bild), denn das dreht sich auf dem Laaer Berg im Böhmischen Prater. Und dass es nur 21 Meter im Durchmesser zählt, spielt angesichts von Originalen unter den Schaustellern wie ihm überhaupt keine Rolle.