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Einblicke in die Sammlung von Heinrich von Siebold

Einblicke in eine unbekannte Welt: Schon mit 17 Jahren ging Heinrich von Siebold 1869 nach Japan. Zeit seines Lebens sammelte er rund 20.000 Objekte. Ein Teil davon ist nun im Wiener Weltmuseum zu sehen.

17 Jahre alt war Heinrich von Siebold (1852–1908), als er nach Japan ging. Viele Jahr war er dort als Netzwerker, Diplomat, Archäologe und Ethnologe tätigt. Das Wiener Weltmuseum zeigt Teile seiner Sammlung in der Ausstellung "Japan zur Meiji-Zeit. Die Sammlung Heinrich von Siebold". Heinrich Freiherr von Siebold in japanischer Tracht, 1897
Vorausgegangen ist der Ausstellung ein mehrjähriges Forschungsprojekt mit dem National Museum of Japanese History, gezeigt werden rund 200 Objekte. Fächer: Späte Edo- (1600–1868) bis Meiji-Periode (1868–1912), vor 1882.
Das ist nur ein Bruchteil jener rund 5.000 Stücke umfassenden Sammlung, die der Sohn des deutschen Arztes und Japanforschers Philipp Franz von Siebold im Jahr 1889 dem Österreichischen Kaiserhaus geschenkt hat und die sich nunmehr im Weltmuseum Wien befindet. Keman (Blumengirlande), Edo- (1600–1868) bis Meiji-Periode (1868–1912), vor 1882, Kupfer vergoldet
Im Gegenzug wurde Siebold (1852-1908) durch Kaiser Franz Joseph in den Freiherrenstand erhoben, die österreichische Staatsbürgerschaft hatte er bereits 1882 erhalten. Weitere 5.000 Objekte finden sich seit dem Jahr 1905 im heutigen Museum für Angewandte Kunst (MAK). Statue der Buddha Amitabha Trinität, Holz, Goldschlamm (Körper), Blattgold (Kleidung)
Die Ausstellung gibt nicht nur einen Eindruck von der Meiji-Periode (1868-1912), in der sich Japan von einem Feudalstaat zur modernen Großmacht entwickelte, sondern rückt auch die Lebensgeschichte Siebolds selbst ins Licht. Kanzashi (Haarnadeln)