19-Jähriger nach Großbrand in Spittaler Innenstadt angeklagt
Im Jänner brannte das ehemalige „Gösserbräu“ in Spittal nieder. Junger Mann wurde nun wegen Brandstiftung und Nötigung angeklagt.

Das ging schnell: Im Jänner kam es zu einem Großbrand in der Spittaler Innenstadt. Das ehemalige Gasthaus Gösserbräu brannte nieder. Wenig später wurde ein 19-Jähriger als Brandstifter festgenommen. Nun gibt es bereits eine Anklage gegen den Mann, wie die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bestätigt.
Der Beschuldigte wird sich wegen des Verbrechens der Brandstiftung vor Gericht verantworten müssen. „Er befindet sich in Untersuchungshaft“, sagt Markus Kitz, Sprecher der Anklagebehörde. Der Großbrand ist nicht das einzige, was dem Mann vorgeworfen wird. „Er wurde auch wegen des Verbrechens der schweren Nötigung angeklagt“, bestätigt Kitz. Denn laut Staatsanwaltschaft hat er eine junge Frau bedrängt und mit dem Tod bedroht, weil sie ihn wegen des Brandes anzeigen wollte. „Der Vorwurf bezieht sich auf eine Bekannte des Beschuldigten, die er unter Todesdrohung zur Abstandnahme einer Anzeigenerstattung genötigt hat“, erläutert Kitz.
200 Feuerwehrleute
Den Ermittlungen zufolge hat der 19-Jährige das Feuer am 4. Jänner im Dachboden des „Gösserbräu“ gelegt. Das Gebäude war seit vielen Jahren leer stehend. Vier Personen aus dem benachbarten Haus mussten wegen des Feuers jedoch in Sicherheit gebracht werden. Der nächtliche Großbrand war damals kilometerweit zu sehen. 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.
Kurz nach seiner Verhaftung hat der Mann laut Polizei ein Geständnis abgelegt. Als Motiv für die Tat gab er „private Probleme“ an. Ob er sich auch im Prozess geständig zeigen wird, ist unklar. Dem Mann droht eine Haftstrafe.