Am Wiener Gürtel rückt man zur Ehrenrettung einer anrüchig gewordenen Ecke der Musiktheatergeschichte aus: Gestern, Samstag, Abend feierte Johann Strauß' "Zigeunerbaron" Premiere, in der Regie von Operettenflüsterer Peter Lund, der dröge Stoffe schon mehrfach mit milden Modernisierungen ins Volksopern-Jetzt katapultiert hat. Für den "Zigeunerbaron" hätte es wohl radikalerer Mittel bedurft.