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Umwelt & Natur

Sechs Alternativen zu Plastik

Gläserne Nachfrage, Öko-Innovationen, verpackte Plastikfreiheit und grüne Mascherl: Die Trends der weltgrößten Biomesse in Nürnberg.

vor 6 Jahren4. März 2020 um 06:30
Nachhaltigkeit
Bienenwachstücher: Idee geht um die Welt„Die Nachfrage ist riesig“, sagt Benedikt Wurth, „die Leute wollen keine Jause in Alufolie mehr.“ Der Waldviertler war 2016 mit „Jausnwrap“ einer der ersten Anbieter von Bienenwachstüchern zum Frischhalten von Brot, Obst und Jause. Auf der weltgrößten Biomesse in Nürnberg bieten dies neben ihm schon sieben weitere an. Neuerdings produziert sogar die Immo-Tochter der Stadt Graz GBG eigene Bienenwachstücher. Wurth: „Früher war es schwierig mit behördlichen Hygienevorschriften, das hat sich nun aber professionalisiert.“
Bienenwachstücher werden zur Verpackung von Obst, Brot und Jause eingesetzt.
Graspapier - Creapaper„Mein Ziel ist es, den Kaffeebecher zu revolutionieren.“ Sätze wie diesen hört man in der Verpackungsszene derzeit häufig. Auf der Biomesse Nürnberg gab ihn Creapaper-Chef Uwe D’Agnone zum Besten. Der Deutsche hat 2012 ein Patent angemeldet, wie er Papier und Kartonverpackungen aus Gras (von nicht für Landwirtschaft genutzten Flächen) herstellt. Viele Handelsketten haben es bereits im Sortiment. Laut D’Agnone brauche die Produktion weniger Wasser als bei Holz. Der Betrieb hat 50 Mitarbeiter, will bald an die Börse.
Bioplastik: Von Zucker bis MaisMaisstärke und Zuckerrohr sind aktuell hoch im Kurs, wenn es um, „Bio-Plastik“ aus nachwachsenden Rohstoffen geht. Beim nahe Wien ansässigen Gewürzmühlenhersteller Joma hat man reagiert („weil wir so oft danach gefragt wurden“) und nun Produkte aus Biopolymeren im Angebot, die auf Zuckerrohr (Mühlen) oder Mais (Creme-Behälter) basieren. Sie machen rund zehn Prozent der Menge aus – Tendenz steigend. Immer mehr Firmen versuchen sich auch in Herstellung von Bio-Plastikfolien etwa aus Erdäpfelstärke.
Konzentrate: Aus eins mach fünfApfel- und Orangensaft basieren heute meist auf Fruchtkonzentraten, die bei Großherstellern wieder mit Wasser verdünnt werden. „Warum macht man das nicht daheim? Wir haben zu Hause das beste Wasser, das wir nicht quer durch die Länder und im Einkaufskorb transportieren müssen“, sagen Martina Giczy und Bernhard Gager. Beide waren in der Fruchtsaftindustrie tätig, ehe sie mit ihrem Start-up „Green Bag“ nun Fruchtsaftkonzentrate zum Selbermischen (1 Teil Saft, 4 Teile Wasser) in Öko-Verpackung anbieten.
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