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10 Reiseziele, die man sich 2020 nicht entgehen lassen sollte

2020 machen wir Urlaub aus erster Hand statt in der 17. Liegestuhlreihe am Strand. Diese zehn Destinationen haben – völlig zu Unrecht – nur wenige auf der Liste.

Kroatien. Kroatiens Küsten sind mehr als gut besucht – da lohnt längst der Blick ins Hinterland. Zum Beispiel in den Naturpark Kopacki rit: Wo die Drau im Dreiländereck zwischen Ungarn, Kroatien und Serbien in die Donau mündet, liegt eine naturbelassene Wasserlandschaft, die man nicht umsonst den Amazonas Europas nennt. Auf hölzernen Stegen oder auf kleinen Ausflugsbooten lässt sich das von seltenen Tieren besiedelte Biotop erkunden.
Italien. Während sich die Massen durch diebenachbarte Toskana schieben, atmet die Provinz Marken tief durch: Kaum einer kennt ihre Schätze, die in hoher Dichte zwischen Adria und Apennin liegen. Wie zum Beispiel die Tropfsteinhöhlen von Frasassi, die Trüffelhochburg Acqualagna, den Wallfahrtsort Loreto – quasi das italienische Lourdes – oder die Renaissancestadt Urbino (Bild), die heuer zum 500.Todestag des Malers Raffael ihren berühmtesten Sohn ins Bild setzen wird.
Serbien. Der Nobelpreis für Peter Handke hat Serbien zum Thema gemacht – höchste Zeit für einen Lokalaugenschein. Teilweise sieht man sie noch, die Narben der Balkankriege, die unberührte Natur, mystische Klöster und die stürmische Gastfreundschaft gar nicht zu kaschieren versuchen. Das Nachtleben in Belgrad genießt längst Weltruf und auch Novi Sad groovt sich auf sein Kulturhauptstadtjahr 2021 ein.
Großbritannien. Wer vom Thema Brexit nichts mehr hören kann, ist auf den Kanalinseln goldrichtig. Diese gehören zwar zu Großbritannien, waren aber nie Teil der EU. Insofern sieht man die ganze Sache sehr entspannt. Ernst meinen es die vom Golfstrom geküssten Inseln Jersey, Guernsey, Alderney, Herm und Sark allerdings, wenn es um die Schönheit der Natur und die Qualität der Küche (man liegt nicht umsonst näher an Frankreich als an England) geht. Auf zwei der Inseln gibt es gar keine Autos – und auch auf den anderen kommt man wunderbar ohne aus.
Färöer. Wer das österreichische Fußball-Waterloo anno 1990 überwunden hat, sollte sich die zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln nicht entgehen lassen. Ganz besonders am 16. und 17. April – da hat das Archipel für Touristen nämlich geschlossen, freiwillige Helfer, die bei Naturschutzprojekten mitarbeiten, sind allerdings herzlich willkommen. Näher kann man einem Land kaum kommen.