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Chronik

So reagiert die Politik im Bezirk Voitsberg

Die Nationalratswahl 2019 ist geschlagen - auch im Bezirk Voitsberg. Die ÖVP liegt dort vor der FPÖ und der SPÖ. Das sagen die politischen Vertreter aus der Region zum Wahlergebnis.

vor 7 Jahren29. September 2019 um 17:32
Voitsberg
Erwin Dirnberger, der Landtagsabgeordnete der ÖVP im Bezirk Voitsberg, freut sich über das österreichweite Ergebnis seiner Partei. Er hätte mit 34 bis 35 Prozent für die Volkspartei gerechnet, die erste Hochrechnung hat nun 37 Prozent ergeben.
Mit wem könnte die ÖVP auf Bundesebene nun koalieren, Herr Dirnberger? "Das ist sehr schwierig einzuschätzen. Eine erneute Koalition mit der FPÖ halte ich für sehr unsicher, da sich in der Partei derzeit so viel tut, keiner möchte in zwei Jahren erneut wählen. Eine Koalition mit den Grünen wäre natürlich spannend und etwas Neues. Die Vorstellungen driften aber thematisch teils sehr stark auseinander, deswegen könnte das problematisch sein."
Bei der FPÖ im Bezirk Voitsberg hingegen wurden just nach dem Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen Süßigkeiten verteilt - wohl zur Beruhigung. Da die Grünen österreichweit (erste Hochrechnung: rund 14 Prozent) die Freiheitlichen (erste Hochrechnung: rund 16 Prozent) noch überholen können, mussten bereits um kurz nach 17 Uhr die Ersten an die frische Luft gehen.
Der FP-Spitzenkandidat im Wahlkreis, Markus Leinfellner, sagt zum österreichweiten Ergebnis seiner Partei: "Man braucht nichts zu beschönigen. Das ist heute ein schwarzer Wahltag." Obwohl die FPÖ im Bezirk Voitsberg mit (derzeit) 24,5 Prozent noch immer auf Platz zwei hinter der ÖVP und Kopf an Kopf mit der SPÖ liegt. "Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass wir der stärkste Bezirk in der Steiermark und der stärkste Wahlkreis sind." Das sei trotz allem erfreulich.
Karl Petinger, SPÖ-Landtagsabgeordneter aus dem Bezirk Voitsberg, hat die erste Hochrechnung von Graz aus verfolgt. Für die Kleine Zeitung war er über das Telefon erreichbar. Das sagt er zum österreichweiten Ergebnis seiner Partei: "Das Ergebnis ist für die SPÖ leider nicht erfreulich. Anscheinend können die Sozialdemokraten den Menschen keine Zukunftsperspektiven mehr liefern. Am Dienstag gibt es eine Regionalvorstandssitzung, da wird man dann weitersehen."
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