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Einblicke in das steirische Volkskundemuseum

Rund 55.000 Objekte hat das Volkskundemuseum am Fuße des Grazer Schlossberges. Einblicke in eine Welt, die den Blick in die Vergangenheit richtet, um die Gegenwart verständlicher zu machen.

1913 gründete Volkskunde-Pionier Viktor Geramb das steirische Volkskundemuseum. Rund 55.000 Objekte sind im Besitz des Hauses. Der rote Faden der Sammlungstätigkeit ist die Alltagskultur. Während Geramb den Fokus auf Objekte der bäuerlichen Kultur legte, wie etwa ...
... auch diese Rauchstube aus der Weststeiermark, widmet sich die Forschung des Hauses auch neuen Bräuchen. Denn entgegen der vielfachen Annahme, ist Brauchtum alles andere als starr und rückwärtsgerichtet.
Brauchtum ändert sich beständig: Alte Bräuche verschwinden oder verändern sich und genauso kommen neue Bräuche hinzu, wie etwa jener des Storchaufstellens. Kommt ein Kind zur Welt, stellen Freunde diese Holzstörche im Vorgarten auf. Im Gegenzug müssen die frisch gebackenen Eltern ein Essen ausrichten. Das ist neues gelebtes Brauchtum.
Wie ist die Geschichte eines Objektes? Das ist eine der zentralen Fragen, die die Volkskunde stellt. Die Geschichte dieser Jacke aus dem 18. Jahrhundert wurde akribisch aufgearbeitet und aufgeschlüsselt.
Der Trachtensaal zeigt Kleidung in der Steiermark von der Urgeschichte bis ins frühe 20. Jahrhundert.