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Politik

Das sind Trumps Herausforderer

Fast zwei Dutzend Demokraten bewerben sich bisher um die Kandidatur für die amerikanischen Präsidentschaftswahlen am 3. November 2020. Aber echte Chancen hat nur eine Handvoll.

vor 7 Jahren19. Juni 2019 um 04:11
Der ehemalige Vize-Präsident gilt als sichere Wahl. Acht Jahre diente er als Nummer zwei unter Barack Obama, davor vertrat er jahrzehntelang den Bundesstaat Delaware im Senat. Biden führt die Umfragen derzeit an, doch seine Kandidatur ist nicht unumstritten. Zum einen nahm er in der Vergangenheit immer wieder Positionen ein, die vielen Demokraten heute sauer aufstoßen, zum anderen gilt der 76jährige wegen seines Alters nicht als Aufbruchssignal. Trump jedoch scheint ihn am meisten zu fürchten.
Die Senatorin aus Kalifornien machte sich vor ihrer Karriere in Washington als Generalstaatsanwältin einen Namen. Im Kongress gilt sie bis heute als schärfste Befragerin und hat so bereits bei mehreren Trump-Verbündeten für Schweißausbrüche gesorgt. Die Tochter von Einwanderern aus Jamaika und Indien kann bislang auf einen soliden Wahlkampf zurückschauen, in dem sie sich trotz zahlreicher Mitbewerber stabil in der Spitzengruppe hält.
Die ehemalige Harvard-Professorin tat sich zu Beginn des Wahlkampfs schwer. In den vergangenen Wochen hat sie sich jedoch konsequent nach oben gekämpft. Warren zählt zum linken Flügel der Partei, als Utopistin sollte sie aber niemand bezeichnen. Kein anderer Kandidat hat ein annähernd so detailliertes Programm zu bieten wie die Senatorin aus Massachusetts. Es umfasst eine Reichensteuer, bessere Kinderbetreuung und die Zerschlagung von Tech-Giganten wie Facebook. Bei der Basis wird diese Agenda gern gesehen.
Technisch gesehen ist der Senator aus Vermont kein Demokrat. In den Kongress lässt er sich seit Jahrzehnten als Unabhängiger wählen. Mit seinen Positionen gelang es dem 77jährigen bei seiner Kandidatur vor vier Jahren jedoch, weite Teile der Partei für sich zu begeistern. Sanders bezeichnet sich selbst als demokratischer Sozialist – ein Label, das vor allem bei jungen Wählern gut ankommt.
Er ist der einzige Republikaner, der bislang erklärt hat, Trump herauszufordern – und vermutlich wird ihm keine weiterer folgen. Weld war einmal der Gouverneur von Massachusetts, doch das ist lange her. Zuletzt machte er von sich reden, indem er 2016 als Vize-Präsidentschaftskandidat für die Libertäre Partei antrat und bundesweit immerhin 4,5 Millionen Stimmen holte. Dass er dem Präsidenten die republikanische Nominierung wirklich streitig machen kann, glaubt indes so gut wie niemand. Weld will es aber zumindest versucht haben.
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