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Warum Rijeka mehr als einen Zwischenstopp wert ist

Unterwegs zwischen Fischmarkt und Tito-Jacht: Rijeka wird 2020 europäische Kulturhauptstadt. Historisches Erbe, multikulturelles Flair und spannende Kulturprojekte laden an die Adria.

Auf dem Weg in den Süden, zu den Inseln der Kvarner-Bucht oder zu einem Segeltörn entlang der dalmatinischen Küste, bleibt Rijeka oft zu Unrecht unbeachteter Zwischenstopp. Doch die Stadt am Fluss, der „Hafen der Vielfalt“, wie das Motto für das Kulturhauptstadtjahr 2020 heißt, ist ein Hotspot an der Adria, der mehr als die Durchreise wert ist.
Die Bezeichnung Rijeka lehnt sich an den Fluss Rjecina an, der italienische Name Fiume geht auf das lateinische Wort für Fluss zurück. Wie die Gegensätze süß und salzig, wie der Fluss, der ins Meer mündet, ist auch die 130.000 Einwohner zählende Stadt selbst.
Kommunistische Betonbauten und die Stuckarchitektur der k. und k. Zeit treffen hier ebenso aufeinander wie moderne Industrieanlagen des größten Hafens Kroatiens und idyllische Badebuchten.
Dürfte man nur einen Grund angeben, warum man Rijeka einen Besuch abstatten sollte, dann wäre es vielleicht der Fisch- und Gemüsemarkt. Die drei Jugendstilmarkthallen mit den dazwischen unter freiem Himmel aufgebauten Obst- und Gemüseständen sind täglich außer sonntags geöffnet und ein kulinarisches Kulturerbe der Sonderklasse!
Gemeinsam mit den historischen Markthallen bildet die Fußgängerzone Korzo das Herz der Stadt am Meer, die einst die Werft der österreichisch-ungarischen Monarchie beherbergte.