Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Das ist den Jugendlichen von heute wichtig

Sie galten lange als politikverdrossen, konsumorientiert und selbstbezogen – doch plötzlich gehen Jugendliche wieder für sich und kommende Generationen auf die Straße. Die möglichen Gründe dafür deckt die Zukunftsstudie "Living 2038"auf: Die Generation Z kämpft für eine positive Zukunft.

Freundschaften bleiben wichtig – trotz oder gerade dank sozialer Medien. Soziale Medien und das Smartphone mögen den Begriff Freundschaft neu definiert haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr Stellenwert sinken wird. Im Gegenteil: Die Generation Z will sich permanent austauschen. 62 Prozent von ihnen wünschen sich, wieder mehr gemeinsam mit Gleichgesinnten zu machen. Gleichzeitig möchte jeder Zweite, dass dies Zuhause geschieht. Ob der Austausch dann mit physisch Anwesenden oder zum Beispiel im Chat über VR-Brillen geschieht, ist Nebensache.  
Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit setzen sich durch. Das Plastikmüll-Problem wird erst seit kurzer Zeit in unserer Gesellschaft aktiv wahrgenommen und angegangen. Auch Thematiken wie Altersarmut und Wohnungsnot treten aktuell stärker in den Vordergrund. Die Generation Z wächst mit diesen Herausforderungen unmittelbar auf. Wohl deshalb wünschen sich 61 Prozent der Jugendlichen mehr Angebote, die umweltfreundlich sind und gegen soziale Ungerechtigkeit wirken – so viel wie in keiner anderen Altersgruppe. Es scheint, als sähen die Jugendlichen es als ihre Aufgabe an, da etwas zu bewirken, wo andere Generationen untätig blieben.  
Makellosigkeit ist out. Jugendliche wachsen heute mit Snapchat-Filtern, Photoshop und perfekt zurecht operierten Promis auf. Das scheint abzufärben – aber nicht so, wie vielleicht zu erwarten wäre. Denn in Zukunft sehnt sich die Generation Z wieder nach Natürlichkeit. Mehr noch: Ecken und Kanten sind angesagt, „Body Diversity“ schlägt sogar die aktuell viel zitierte Bewegung „Body Positivity“. 76 Prozent der Befragten sagen: „Natürliche Schönheit ist künftig wichtiger, gerade weil es immer mehr Hightech-Schönheit geben wird.“ Gefeiert wird viel mehr eine unverwechselbare Persönlichkeit, Individualität ist in.  
Wir sind alle eins: Die Gemeinschaft zählt. Früher galt: mein Auto, mein Haus, mein Garten. Statussymbole waren und sind auch heute immer noch in und sorgen für Abgrenzung. Jugendliche hingegen sehnen sich offenbar nach mehr Gemeinschaftsgefühl. 40 Prozent von ihnen wünschen sich Wohnhäuser, in denen Räume oder Services gemeinsam genutzt werden können. Sie möchten zusammen gärtnern, im Coworking Space kreativ sein oder sich die Kinderbetreuung teilen. Bei den heute 33- bis 52-Jährigen können sich das gerade einmal 24 Prozent vorstellen. Die Studie wurde vom digitalen Handelsunternehmen QVC durchgeführt