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Chronik

Das denkt die Jugend

Jedes Jahr verlassen den Bezirk Völkermarkt viele junge Menschen. Wir haben gefragt, was ihnen in ihrer Heimat abgeht, was sie sich wünschen und, ob sie später in der Region leben möchten.

vor 7 Jahren21. April 2019 um 09:54
Völkermarkt
Anna Hirm (16) aus Neuhaus ist zufrieden mit ihrem Heimatbezirk. „Mir gefällt Völkermarkt sehr gut, weil es eine lebendige Stadt ist. Immer wieder gibt es Veranstaltungen für Jugendliche. Auch die Einkaufsmöglichkeiten sind eigentlich für sämtliche Altersklassen zugeschnitten. Aber in der Stadt Völkermarkt herrscht häufig viel Verkehr, da muss man meist mehr Zeit einplanen beim Hinfahren. Zum jetzigen Zeitpunkt könnte ich mir schon vorstellen, später hier noch zu wohnen“, sagt die Schülern des slowenischen Gymnasiums.
Anna Silan (16) aus Globasnitz ist zufrieden mit dem Angebot in Völkermarkt, gerade beim Handel. Die Gymnasiastin sieht aber noch mehr Potenzial für die Stadt. „Völkermarkt hat viele Geschäfte, in denen alles Mögliche angeboten wird, dennoch könnte man die Stadt mit mehr Leben füllen und das Angebot an Freizeitaktivitäten, Veranstaltungen und öffentlichen Verkehrsmitteln erweitern. Der Bezirk ist aber ein toller, lebenswerter Ort, der vieles bietet. Ob ich später hier leben will, weiß ich noch nicht, kann es mir aber gut vorstellen.“
Benjamin Berchtold (18) aus St. Michael ob Bleiburg macht gerade eine Lehre in den Mahle-Filterwerken. „Ich wünsche mir, dass die Lehrer in den Völkermarkter Schulen mehr Wert auf berufsbildende Wege legen. So kriegen Jugendliche ein besseres Verständnis für Lehrberufe. Viele Zehn- bis 14-Jährige in Völkermarkt sehen die Matura als einzigen Weg. Mir hätte das damals bei meiner Berufsentscheidung sicherlich geholfen. Ich bin froh, dass ich in der Nähe meiner Heimat eine so gute Ausbildungsstätte gefunden habe.“
Katharina Stern (15) aus Ruden spricht sich für einen Gebrauch von ungenutzten Gebäuden in der Stadt Völkermarkt aus. „Das Freizeitangebot in Völkermarkt könnte definitiv ausgebaut werden, um mehr junge Menschen anzulocken und Leben in den Bezirk zu bringen. Dafür stehen genug Gebäude in der Innenstadt leer. Im Großen und Ganzen kann man Völkermarkt aber loben, da es ein großes Angebot an Schulen und Infrastruktur hat. Ob ich später noch hier leben will, weiß ich noch nicht“, sagt die Schülerin des Alpen-Adria-Gymnasiums.
Miriam Komar (16) aus Edling vermisst im Bezirk Völkermarkt Freizeit- und Sportangebote, die Spaß machen. „Ein Kino, ein Hallenbad oder eine Trampolinhalle wären wirklich gute Angebote, die ich auch benützen würde“, sagt die Schülerin der HBLA Pitzelstätten. Sie wünscht sich auch eine Belebung der leer stehenden Geschäfte in der Innenstadt. „Wenn man Geschäfte oder Gastronomiebetriebe dort ansiedelt, dann müsste man auch keine anderen Flächen verbauen und die Kundenfrequenz wäre auch wieder höher.“
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