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Gärten auf der grünen Insel

Die irische Insel birgt einige weltberühmte Schaugärten mit klingenden Namen. Aber es sind auch viele weniger bekannte Gartenreiche, in denen der Farbenreigen des Frühlings jedes Jahr wieder zu ikonischen Meisterwerken aufgeht.

Powerscourt Estate, einer der alten Landsitze von Großformat im County Wicklow, setzt mit einem Rosengarten, einem Küchengarten und italienischem sowie japanischem Gartendesign und einem riesigen Park herrschaftliche Zeichen eines vollendeten formalen Landschaftsgartens.
Sein direkter Gegenspieler Mount Usher Gardens stellt all dies unter das Diktum des freien spielerischen Erschaffens einer entspannten Informalität. In diesem romantischen Gartenreich regierte einst der Gartenrevolutionär William Robinson über die Farben des irischen Regenbogens. Nicht selten spannt sich einer wie eine Hymne über den wundervollen Robinsonianischen Blumengarten.
In County Kildare findet man im National Stud, dem berühmtesten Pferdegestüt der grünen Insel, einen unerreicht leichtfüßigen Japanischen Garten. Er gilt als einer der feinsten in Europa, symbolisch angelegt als ein „Lebensgarten“ aus Bäumen, Pflanzen, Blumen, Steinen und Wasser.
Mit Grandeur und Exzentrik hingegen hat sich das nordirische Mount Stewart Estate einen großen Namen gemacht. Seine strenge Formalität stellt eine Hommage an die durchgestalteten viktorianischen Gärten seiner Zeit dar.
Unter den freien, höchst kunstvoll komponierten und dem Überschwang der Farben verschriebenen Gärten ist der Inselgarten Garnish Island im County Cork eine Berühmtheit. Nach einer kurzen Bootsüberfahrt vom idyllischen Ort Glengarriff gelangt man in ein Paradies mit subtropischer Exotik, das in mehreren informellen Gartenanlagen zu einem Gesamtwerk gestaltet ist. Es sieht sehr einfach und verspielt aus, ist aber Gartenkunst der höchsten Meisterschaft.