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Tipps für Naschkatzen

Was gibt es schließlich Schöneres, als sich den Städtetrip mit einer Kaffeepause und einem Stück landestypischen Kuchen zu versüßen? Das wird in Europa aufgetischt - und welche Sehenswürdigkeiten man besuchen sollte, um die Kalorien wieder abzutrainieren.

Auch wenn das älteste Käsekuchen-Rezept der Welt aus Griechenland kommt, begeistert dieser Kuchen mit Eiern und viel Quark seit dem 16. Jahrhundert die Herzen der Deutschen. Seitdem sind zahlreiche Varianten entstanden: Mal wird der Boden mit Hefe bereitet, mal besteht er ausMürbeteig. In einigen Regionen Deutschlands werden Rosinen der Quarkmasse beigemischt, in anderen Rum. Oder man serviert ihn mit viel Obers als Käsesahnetorte. Nur 44 Minuten müssen Käsekuchen-Fans Berlin zu Fuß erkunden, um die 152 Kalorien abzutrainieren. Etwas anstrengender ist es, die 300 Stufen auf die Siegessäule zu steigen und die Aussicht auf die Stadt zu genießen, hat die Feriensuchmaschine Holidu ermittelt.
Dieser luftige Kuchen aus Biskuit mit Himbeer-Konfitüre und Schlagobers wurde nach Queen Victoria benannt, die sich ihren Afternoon-Tea gerne mit einem Stück dieser Köstlichkeit versüßte. Perfekt für alle London-Besucher, die ihre Energiespeicher während des Städte-Trips wahrlich königlich auffüllen möchten. Statt Schlagobers auch manchmal mit Buttercreme zu finden. Wer nach dem royalen Kuchengenuss inklusiver 400 Kalorien auf königlichen Spuren wandeln möchte, sollte in London von Westminster bis zum Buckingham Palace spazieren – und das mindestens 115 Minuten.
„Himmelsspeck“ – so etwa lässt sich eines der beliebtesten portugiesischen Kuchendesserts übersetzen. Der „Toucinho de Ceu“ stammt aus der Küche des Odivelas-Klosters und wurde einst mit Schweineschmalz gebacken, was ihm den besonderen Namen einbrachte. Göttlich im Geschmack, aber sündhaft kalorienreich: Der Kuchen enthält enorm viel Eigelb, gemahlene Mandeln und Zucker. Manchmal werden noch Feigenblattkürbis oder Gewürze hinzugefügt. Die Kaffeepause lässt sich am besten in einem der  raditionsreichen Lissabonner cafés, confeitarias und pastelarias (Konditoreien) verbringen, wo auch heute noch prächtige Holzvertäfelungen, Kristalllüster und aufwändig bemalte Fliesen des Jugendstils zu finden sind. Himmelsspeck-Genießer müssen nach einem Stück inklusive 316 Kalorien 90 Minuten durch Lissabon schlendern. Abwechslung für das Auge verspricht dabei das farbenprächtige und bergige Straßenlabyrinth des Alfama-Viertels.
Dieser Mandel-Kuchen aus Galizien wurde erstmals 1577 erwähnt. Charakteristisch für die Tarta ist das Kreuz des Santiago-Ordens auf der Kuchendecke. Das heutige Rezept wurde seit 1828 nicht verändert: Die Hauptzutaten sind neben Zucker und Eiern vor allem Mandeln, wodurch dieTarta ohne Mehl auskommt. Beliebt ist sie heute im ganzen Land, bei Einheimischen wie Touristen. Nach einem Stück Torta de Santiago mit 377 Kalorien laufen Madrid-Besucher rund 108 Minuten, um die verspeisten Kalorien zu kompensieren. Wer als Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago unterwegs ist, kann wohl einige Stücke pro Tag verputzen.
Die genaue Herkunft des Zitronenkuchens ist zwar nicht geklärt, doch sicher ist: Die Franzosen haben die Kunst dieser zitronigen „Tarte“ perfektioniert. Im Süden des Landes gibt es in der Stadt Menton sogar jedes Jahr ein Zitronenfest, bei dem ein Wettbewerb für die beste „Tarte au citron meringuée“ stattfindet. Doch beliebt ist das fein-fruchtige Gebäck in ganz Frankreich und steht auch in Paris auf den Menükarten fast aller Lokale. Ein Stück schlägt mit 284 Kalorien zu Buche. Um diese loszuwerden, spaziert man 81 Minuten durch Paris, vielleicht entlang der Seine oder durch Montmartre. Wer die Herausforderung liebt, kann auch die 1665 Stufen des Eiffelturms besteigen.