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Reisen

Finnland

Warum in Lappland jeden Tag Weihnachten ist, einem trotz Eiseskälte sofort warm ums Herz wird und ein Rentierführerschein dort die normalste Sache der Welt ist.

vor 8 Jahren7. Februar 2019 um 04:04
Warum in Levi seit 2004 die Slalomsaison des Skiweltcups startet? Selbst alteingesessene Einwohner fragen sich das Saison für Saison. „Es ist wie ein Wunder!“ Aber den Außenstehenden, den wundert es nicht. Hier, im in eine dicke Schneedecke gehüllte Winterwunderland nördlich des Polarkreises, fühlt man sich sofort wärmstens willkommen geheißen. Hier erfüllt einen die Natur Lapplands mit unbändiger Energie. Hier saugt man eiskalte, aber die sauberste Luft der bevölkerten Welt tief in die Lunge. Die Reportage lesen Sie hier.
Ein Grund, der in diesem Zusammenhang nicht ganz von der Hand zu weisen ist, heißt Sirkka Levi und ist das größte Skigebiet Finnlands. Dessen Herz schlägt im sogenannten „Zero Point“, wo man Tickets kaufen und Touren buchen kann. Und wo man sich in der vorgegebenen Zeit von drei bis fünf Minuten in einem Skiverleih, der selbst den gelernten Alpenländer staunen lässt, für die 43 Pisten und 230 Kilometer Loipen ausstaffieren lässt.  
Dort staunt man abermals nicht schlecht. Zwar ist hauptsaisonmäßig viel los, aber es gibt kein Gedränge auf den Pisten und kein Anstellen an den Liftstationen. Irgendwie ist in Levi alles einen Tick entschleunigter, gemütlicher. Die sanften Hügel verleiten zum Gleiten, nicht zum Rasen.
Wer keine Lust hat, sich Bretteln anzuschnallen, der genießt die märchenhaft weiß gewandete Landschaft bei Motor- oder Huskyschlittenfahrten, Touren mit Fatbikes oder Eislochangeln, Schneeschuh- oder Rentierwanderungen.
Eines der Rentiere muss Ferdinand sein. Rund 12.000 Rentiere sollen rund um Kittilä leben, eines davon hat Marcel Hirscher symbolisch bei seinem Slalomsieg in Levi 2016 gewonnen. Die einzige domestizierte Hirschart der Welt ist hier auch heute noch ein allgegenwärtiges Statussymbol, Fortbewegungsmittel und ein wichtiger Lebensmittellieferant.
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