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Chronik

Rituelles Bad im Eiswasser

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt beteiligten sich in der Nacht auf heute allein in Moskau mehr als 270.000 russisch-orthodoxe Gläubige an der Zeremonie.

vor 8 Jahren19. Jänner 2019 um 12:30
Mit traditionellen Eisbädern haben sich in Russland mehr als zwei Millionen russisch-orthodoxe Gläubige symbolisch von ihren Sünden befreit.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt beteiligten sich in der Nacht auf Samstag allein in Moskau mehr als 270.000 Menschen an der Zeremonie, wie die Agentur Ria Nowosti meldete. Landesweit wurden 2,4 Millionen Menschen gezählt.
Mit dem Bad im eiskalten Wasser erinnern die Menschen an die Taufe Jesu zum orthodoxen Dreikönigstag. Dazu werden in die Eisdecken von Flüssen oder Teichen Löcher geschlagen, dann tauchen die Gläubigen ein. Das von Geistlichen gesegnete Wasser soll die Menschen läutern. Nach dem Julianischen Kalender fällt das Fest auf den 19. Januar.
In der Hauptstadt standen rund 60 derartige Badestellen zur Verfügung. Der Brauch werde immer beliebter, sagte ein Stadtvertreter.
Viele nutzen die Gelegenheit als Mutprobe oder Freizeitspaß.
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