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So werden wir im Jahr 2038 leben

Wie werden wir in zwanzig Jahren wohnen, uns fortbewegen, uns kleiden und ernähren? Die Zukunftsstudie „Living 2038: Wie lebt Deutschland übermorgen?“ hat diese Fragen beleuchtet. In Zusammenarbeit mit Trendforscher Professor Peter Wippermann wurden zehn Experten zum Lifestyle der Zukunft befragt.

Mentales Coaching ist das neue Fitnesstraining.Schon heute beobachten wir unsere Fitness und unseren Schlaf mit Hilfe von Apps. 2038 wird es verstärkt um unsere mentale Leistungsfähigkeit gehen, die wir mit virtueller Hilfe selbst coachen. Dieses „Mind-Lifting“ füllt eine Lücke, die viele Jüngere schon heute an sich bemerken: 70 Prozent aus der Generation Z wünschen sich schneller, konzentrierter und kreativer denken zu können. *Die Studie wurde vom digitalen Handelsunternehmen QVC durchgeführt
Der Körper verbindet sich mit dem Netz.Noch klingt es nach Zukunftsmusik, wenn Unternehmer Elon Musk fordert, wir müssten unser Gehirn mit dem Computer vernetzen. Doch er schafft bereits Tatsachen: Mit seinem Unternehmen Neuralink arbeitet er an Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Die jüngeren Deutschen können sich das für die Zukunft gut vorstellen: 31 Prozent aus der Generation Z sind offen dafür, eine Verbindung zwischen einem Körperteil (z. B. Ohr) und dem Internet anzuwenden, um Informationen zu empfangen.
Butler Bots erleichtern den Alltag.62 Prozent der Männer aus der Generation Z können sich vorstellen, künftig einen Roboter zu nutzen, der den Haushalt erledigt und sie bedient. Die Butler Bots der Zukunft sind aber mehr als fahrende Staubsauger. Sie sind auch als kaum sichtbare, virtuelle Assistenten in Kleidung und Einrichtung integriert. Zunehmend menschlich designt, reagieren sie auf Sprache und verstehen sogar Humor.
Personalisierte Produkte spiegeln unser Ich.Im Umkleide-Marathon mühsam die eigene Größe herausfinden? In zwanzig Jahren nicht mehr notwendig. 62 Prozent aus der Generation Z sagen schon heute: Kleidung und Schuhe probieren wir in Zukunft nicht mehr an, wir lassen beides automatisch nach Maß anfertigen. Auch die Ernährung wird individueller – sie kommt mit den Wunschzutaten aus dem 3-D-Drucker oder wird nach Analyse des DNA-Profils passend nach Hause geliefert.
Immersion ersetzt die Fernreise.Wenn wir in fremde Länder reisen wollen, tun wir das künftig immer häufiger virtuell. Zum Beispiel mit der VR-Brille, ohne uns dabei vom Sofa zu bewegen. 27 Prozent aus der Generation Z wünschen sich schon heute, dass sie ihr Zuhause nicht verlassen müssen, um etwas zu erleben. 2038 erleben wir die Ära der Immersion: das Abtauchen in virtuelle Welten. Während der schrumpfende Wohnraum uns Grenzen setzt, öffnen wir uns so ein neues Fenster zur Welt. Und das ganz ohne Risiko: Die eigenen vier Wände geben uns Sicherheit – und Touristen-Scharen gibt es auch nicht.